Ilvesheim

Ilvesheim Mehr als 25 Künstler und Kulturschaffende präsentieren ihre Werke bei „inselART“ / André Duvaux überbringt Grüße aus Partnerstadt Chécy

Gemeinde beweist ihre Kreativität

Archivartikel

Für Kunst und Kultur in all ihren Facetten in entspannter Atmosphäre steht die inselART in Ilvesheim – ein eintägiges Kunstevent, das in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal stattfand. Im Rathaus zeigten am vergangenen Samstag mehr als 25 Kreative ihre Arbeiten unter dem Motto „Zeit: Ton in Ton“.

Die inselART verbindet Künstler und Kunstformen und schafft in der Inselgemeinde so einen fruchtbaren Nährboden für Kooperationen. Initiatorin ist die langjährige Gemeinderätin Dagmar Klopsch-Günter, die Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz als „Herz und Hand der inselART“ bezeichnete.

Mit den meisten beteiligten Künstlern ist Klopsch-Günter mittlerweile eng verbunden, ihr persönliches Netzwerkes ist Teil der Veranstaltung. So bestand das Literarische Quartett, das in diesem Jahr Premiere feierte, aus den Mitgliedern eines privaten Kulturarbeitskreises, dem auch Klopsch-Günter angehört.

Obwohl die SPD-Kommunalpolitikerin ebenfalls künstlerisch aktiv ist, stellt sie selbst nicht aus. „Ich will nicht im Mittelpunkt stehen“, erklärt sie. Zumindest künstlerisch. Als Veranstalterin zahlreicher Vernissagen und vor allem als Kunstvermittlerin ist sie jedoch sehr gerne tätig. Die meisten Künstler sind bei der inselART vor Ort. So auch die Ilvesheimerin Anja Rödel, die bereits zum vierten Mal dabei war und unter ihrem Künstlernamen Ruyat mit einer Zeitreise durch die Etappen des orientalischen Tanzes begeisterte. Auch Henriette Visser ist ein bekanntes Gesicht unter den Teilnehmern. In diesem Jahr präsentierte sie eine abstrakte Steinskulptur aus afrikanischem Serpentin. Die Arbeiten entstehen hauptsächlich in ihrer Ilvesheimer Werkstatt.

Erinnerung an Ulrike Arnold

Längst stellen auf der inselART aber auch Künstler aus, die nicht aus der Gemeinde stammen: in diesem Jahr neben Mitgliedern der Brühler Künstlergruppe auch fünf Vertreter aus Ilvesheims französischer Partnerstadt Chécy. Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Partnerschaft war André Duvaux eigens angereist, um Bilder zu präsentierten. Wie eng und freundschaftlich verbunden die beiden Gemeinden sind, zeigte sich an den Gastgeschenken. Duvaux brachte zur Jubiläumsveranstaltung ein Porträt der sichtlich gerührten Dagmar Klopsch-Günter mit. Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz überreichte ihm einen dicken Bildband über Baden-Württemberg – in der Hoffnung, den französischen Freund so zu häufigen Besuchen inspirieren zu können.

Auch ungewöhnliche künstlerische Konzepte und Techniken gab es zu bestaunen. So bearbeitet Wolfgang Parson seine Bilder mit einer Kettensäge, der Physiker Dr. Herbert Wolz erklärt seine ganz spezielle Sicht auf die Welt sowie komplizierte wissenschaftliche Formeln mit Hilfe seiner Bilder. Er erzählte anhand zweier Bilder von Polarlichtern, Sternenexplosionen und der Entstehung kosmischer Strahlung sowie ihrem Einfluss auf die Artenvielfalt. Spannend, mitreißend und musikalisch untermalt von Christina Kurtzahn. „Gottes Werkstatt“, ein Werk des Weinheimer Computerkünstlers und Designers Ake Fischer, entstand als Reaktion auf Stephen Hawkins Aussage „Gott ist tot“. Mit einem von Ulrike Arnold selbst geschaffenen Panel über die Geschichte ihrer Krankheit wurde an die eng mit der inselART verbundene Künstlerin erinnert, die im Sommer den Kampf gegen ihre Krebserkrankung verloren hat.

Während die Bilder aus Chécy zusammen mit André Duvaux bereits wieder auf der Rückreise sind, sind die ausgestellten Quilts, Fotografien, Malereien, Lichtinstallationen und Skulpturen noch bis Mitte November zu den üblichen Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen.