Ilvesheim

Ilvesheim 268 Teilnehmer trotzen beim 3. Insellauf dem unbeständigen Wetter

Geringe Teilnehmerzahl beim Schülerlauf enttäuscht

„Es ist eben so: Das Wetter und die Verwandtschaft können wir uns nicht aussuchen“, kommentierte Bürgermeister-Vize Günter Tschitschke. Beim dritten Insellauf am vergangenen Samstag wurden die 268 Teilnehmer vom Regen leider nicht verschont.

Das passte den Läufern jedoch ganz gut. Selbst Blitze und Schauer - alles besser als die große Hitze. Von den paar Tropfen ließen sie sich nicht abhalten, schließlich hat sich jeder Teilnehmer individuell auf den Insellauf vorbereitet.

Lange Organisationszeit

Paul Bühler zum Beispiel ist jeden zweiten Tag mindestens zehn Kilometer gelaufen. Yvonne Tschitschke, die Tochter von Günter Tschitschke, lief zum ersten Mal mit und war vor dem Hauptlauf sogar ein wenig aufgeregt: „Ich laufe erst seit kurzer Zeit und das ist die perfekte Möglichkeit, einen Selbstversuch zu starten. Ich mache das für den eigenen Erfolg.“

Auch Gesamtleiter Dieter Bühler berichtete von der langen Organisation, die ganze acht Monate andauerte. Daher war er von der geringen Teilnehmerzahl beim Schülerlauf besonders enttäuscht: „Ich finde es sehr schade, dass keine Flyer an der Schule verteilt wurden. Deshalb sind es dieses Mal keine 100 Schüler, wie bisher.“ Insgesamt nahmen 42 Sportler am Schülerlauf teil. „Wir hoffen natürlich, dass nächstes Mal wieder mehr Schüler dabei sind“, fügte Tschitschke, der die Veranstaltung moderierte, hinzu.

Zusammenfassend gab es fünf Wettbewerbe: Den Bambinilauf mit 0,9 Kilometern, den Schülerlauf mit 1,7 Kilometern, den Staffellauf sowie den Hauptlauf mit je zehn Kilometern und das Nordic Walking mit fünf Kilometern.

Deutlich zu spüren war die Gemeinschaft an dem Nachmittag. Es wurde laut angefeuert, geklatscht und angespornt. An den Streckenkurven standen Helfer und Besucher immer bereit, die Läufer schnellstens mit Wasser zu versorgen. Das wurde nicht nur in kürzester Zeit getrunken, sondern auch mal über den Kopf oder in die Kappe zur Abkühlung gekippt.

Beim Hauptlauf gab es eine überraschende Wendung: In Runde sieben von acht kam es zum Führungswechsel. Luca Bongiovanni erlitt eine Zerrung und Philipp Weng kam an die führende Position. Weng war dann auch mit 34,01 Minuten als erster im Ziel und gleichzeitig der Gesamtsieger. Katharina Grabinger erreichte als erste (weibliche) Läuferin mit 39,32 Minuten das Ziel. „Die mittleren Runden haben mir nicht so gefallen, aber bei den letzten motiviert man sich nochmal, weil es aufs Ende zugeht“, so Grabinger. Sie sei gespannt auf den Muskelkater.

Die drei Bügermeister der benachbarten Gemeinden sind ebenfalls mitgelaufen. Andreas Metz schaffte es durch seine Sehnenentzündung leider nicht bis zum Schluss: „Ich habe alles gegeben und bin gelaufen solange mich meine Füße tragen konnten.“ Er freute sich, dass so viele aus der eigenen Gemeinde mitgemacht haben. Der Ladenburger Bürgermeister Stefan Schmutz wurde beim Lauf von Simon Michler, dem Bürgermeister aus Edingen-Neckarhausen, überholt. „Es war eine top Strecke, auch, wenn die Überrundung weh getan hat“, lachte Schmutz. Michler bereiteten die zehn Kilometer viel Spaß: „Man wird immer angefeuert, das war wirklich toll!“

Yvonne Tschitschke war sichtlich stolz auf ihren Lauf - sie war vorher noch nie zehn Kilometer gerannt: „Jetzt habe ich eine Zeit und kann die dann mit dem nächsten Mal vergleichen.“ Sie hofft natürlich auf eine Steigerung und wird weiter trainieren.

Organisator Dieter Bühler war im Großen und Ganzen mit dem diesjährigen Insellauf zufrieden. Vor allem bei den 16 Helfern, bestehend aus Familie und Freunden, bedankte er sich . „Ohne die Sponsoren und vielen weiteren Mitwirkenden wäre der Lauf nicht denkbar gewesen“, ergänzte Günter Tschitschke. kata