Ilvesheim

Ilvesheim Konzert in den Räumen der Heinrich-Vetter-Stiftung

Geschwisterpaar präsentiert sich als harmonische Einheit

An einem Konzert der ganz besonderen Art durfte sich am vergangenen Samstag ein kleiner Besucherkreis in den Räumen der Heinrich-Vetter-Stiftung in Ilvesheim erfreuen. Hartwig Trinkaus und Antje Geiter von der Stiftung hatten in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis ins Wohnzimmer der alten Vetter-Villa zum Kammerkonzert eingeladen.

Die Atmosphäre hier ist heimelig, der Flügel steht direkt vor der großen Bücherwand, die erste Stuhlreihe ist kaum einen Meter von den Interpreten entfernt, der Zuhörer ganz nahe dran. Auf dem Flügel steht ein Bildnis von Heinrich Vetter. So ist auch der Förderer selbst noch irgendwie dabei. Bevor nun das Duo Gabel, nämlich die Geschwister Xixi und Kai die ersten Töne erklingen ließen, begrüßte Hartwig Trinkaus mit herzlichen Worten die Gäste, darunter auch Bürgermeister Andreas Metz und Hans Werner von der Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreises.

Regelmäßig Veranstaltungen

Sowohl Trinkaus wie auch Werner freuten sich, erstmals ein Konzert der Kulturstiftung in der Vetter-Villa ankündigen zu können. Ab dem nächsten Jahr wird dieser Ort ebenso wie die Stiftskirche Sunnisheim in Sinsheim sowie das Kommandantenhaus Dilsberg fest im Programm aufgenommen werden.

Als Xixi und Kai Gabel ihre Violinen erklingen ließen, legte sich ergriffenes Schweigen über den Raum. Nicht wenige wussten hinterher zu erzählen, dass sie eine tiefe Vibration, eine ergreifende Schwingung, in sich fühlten, während die 18-jährige Xixi und ihr 15-jähriger Bruder mit ihrer Musik von Charles-Auguste de Beriot und Sergej Sergejewitsch Prokofjew die Seelen streichelten, Zwiegespräche führten, die mal sanft, mal eindringlich, aber auch melancholisch sowie aufwühlend bedrohlich anmuteten.

Bravorufe und viel Applaus

Bereits in der Pause war man bei einem kleinen Umtrunk voll des Lobes für das junge Geschwisterpaar, das sich als solch harmonische Einheit präsentierte. Nach der Pause wechselte Kai Gabel an den Flügel, und das Duo präsentierte nun Werke für Klavier und Violine von Ludwig van Beethoven und Erwin Schulhoff.

Mit Bravorufen und viel Applaus dankten die knapp 50 Zuhörer den Akteuren für die grandiose Leistung und entließen sie erst nach einer Zugabe mit viel Beifall von der "Bühne". Obwohl noch so jung, haben die beiden sowohl einzeln, als auch gemeinsam schon zahlreiche Wettbewerbe erfolgreich gemeistert und spielen beide als Mitglied im Bundesorchester.

Hartwig Trinkaus freute sich, dass die beiden Talente und die anspruchsvolle Musik so gut vom Publikum angenommen wurden. Die Heinrich-Vetter-Stiftung bietet gerne eine umfassende Palette, so dass für jeden einmal etwas dabei ist. Für 2018 plant man einen Auftritt der Pop Akademie Mannheim.

Hans Werner betonte noch einmal die segensreiche Zusammenarbeit mit der Vetter-Stiftung, die es möglich mache, Konzerte alle anzubieten. Hier im Wohnzimmer der Vetter-Villa war die Musikaufführung kostenfrei, nur eine telefonische Anmeldung war erforderlich gewesen.