Ilvesheim

Ilvesheim Erste außerschulische Jugendbegegnung in Chécy / Partnerschaft der Gemeinden besteht seit 25 Jahren

„Haben voneinander gelernt“

Baguette, Kürbissuppe, Lasagne oder Pflaumenkuchen: Es war das Essen, das viele Teilnehmer der Jugendfahrt nach Chécy in Frankreich besonders beeindruckt hat. „Ich wurde immer gefragt, ob ich noch mehr haben möchte“, erinnert sich Philippe Sontheimer. Der Zwölfjährige ist einer von dreizehn Jugendlichen aus Ilvesheim, die während der Herbstferien in die französische Partnergemeinde gefahren sind.

Anderen ging es ähnlich wie Philippe. „Wir waren sicher drei Stunden mit Essen beschäftigt – wenn man Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch mit einrechnet“, erzählt der zehnjährige Nicolas Geiger. Organisiert wurde die einwöchige Tour vom Ilvesheimer Jugendzentrum (JUZ) und dem Partnerschaftsverein der Inselgemeinde. Es war der erste Austausch, der außerhalb von Schulen oder Vereinen stattfand.

Insgesamt drei Betreuer waren bei der Reise dabei. Die Jugendlichen kamen in Gastfamilien unter, die sich freiwillig gemeldet hatten. Organisiert wurde die Unterkunft vom Partnerschaftsverein in Chécy. Der Ort liegt am französischen Fluss Loire, nicht weit weg von Orléans. „Die Gastgeber waren ausgesprochen motiviert“, berichtet Christian Hölzing. Der Sozialarbeiter aus dem JUZ und war als Betreuer dabei.

Der zwölfjährige Henri Schmitz hat seine Gastfamilie noch in bester Erinnerung. „Ich bin super herzlich aufgenommen worden“, sagt der Zwölfjährige. Seit drei Jahren lernt er Französisch. Mit seinen Eltern ist er regelmäßig im Frankreich-Urlaub. Beim Übersetzen in der Gastfamilie half manchmal das Handy, gibt er zu: „Da habe ich die Worte eingegeben und vorgelesen, was auf dem Bildschirm stand.“ Er half seinerseits aber auch den Gastgebern, wenn sie wissen wollten, was ein Wort auf Deutsch heißt. „Wir haben voneinander gelernt“, sagt der Realschüler. Die Verständigung war also kein Problem, mit dem Wetter hatten die Ilvesheimer hingegen etwas Pech. Doch die Stimmung ließ sich die Gruppe davon nicht vermiesen. „An einem Tag sind wir dann einfach in eine Trampolinhalle gegangen “, erzählt Sozialarbeiter Hölzing. Er wurde auf der Reise von seinen Kollegen Dean Dehoff und Lena Keil begleitet.

Ausflug nach Paris

Ein weiterer Ausflug führte die Gruppe nach Paris, in die französische Hauptstadt. Mit einem Bus ging es zu den großen Sehenswürdigkeiten: Eiffelturm, Triumphbogen, die Kirche Notre Dame, die Prachtstraße Champs-Élysées, oder der Louvre, das Museum, in dem die Mona Lisa hängt. Am letzten Tag veranstalteten die Reisegruppe und die Gastfamilien ein Fußballturnier: Dabei wurden die Jugendlichen aus der Inselgemeinde auf verschiedene Teams aufgeteilt. Sie spielten dann gemeinsam mit Jungen und Mädchen aus Sportvereinen rund um Chécy.

Die Reise ist vielen in guter Erinnerung geblieben. „Es ist einfach interessant, mal woanders zu sein und etwas Neues auszuprobieren“, sagt Nicolas. Er würde jedem empfehlen, an so einer Reise teilzunehmen: „Das ist einfach ein Erlebnis.“