Ilvesheim

Seckenheim Übung mit Johannitern, Rotem Kreuz und Feuerwehr

Handeln wie im Ernstfall

Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgt gegen 19 Uhr, gemeldet wird ein „Lagerhallenbrand“ mit vermissten Arbeitern beim Unternehmen Sanitherm in der Hans-Thoma-Straße, direkt unterhalb der A 6. Selbst die Kurzbeschreibung des Notfalls sorgt für eine Mitalarmierung der Feuerwehr Ilvesheim und des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Zwei Notfallkrankentransportwagen sowie ein Mannschaftstransportwagen mit medizinischem Personal sind ebenfalls auf dem Weg. Die große Feuerwehr-Jahresübung der Seckenheimer Freiwilligen nimmt Fahrt auf.

Verletzte Mitarbeiter „gerettet“

Am Brandort setzt sich Alexander Ronai, Einsatzleiter der Feuerwehr Seckenheim, mit der angerückten Ilvesheimer Wehr, Christian Hoock vom DRK und dem Friedrichsfelder JUH-Einsatzleiter Joel Österle in Verbindung. Die 20 Ilvesheimer und 20 Seckenheimer Feuerwehrleute sowie 15 Rotkreuzler und acht Aktive der Johanniter müssen sich der von Marco Rizzello, Alexander Erny und Jörg Vierling organisierten Übung stellen - unterstützt von Sanitherm-Chef Carsten Jörger.

Trotz vorhandener Straßenlaternen ist es dunkel, Gelegenheit für die JUH-Beleuchtungsgruppe, ihre Ausstattung aufzubauen, darunter ein leuchtstarker „Powermoon“. Vom Personaleingang her dringt Rauch aus dem Gebäude, in dessen Lagerhalle 15 teils schwer verletzte Mitarbeiter vermisst werden. Wenige Arbeiter haben sich auf das Dach retten können und rufen dort um Hilfe. Hier zeigt sich eine der Schwierigkeiten, denn die Dachrettung muss am anderen Ende des Gebäudes mit der großen Ilvesheimer Drehleiter bewerkstelligt werden. „Die Abstimmung und Kommunikation zu trainieren, war eines der Ziele dieser Übung“, erklärt später Seckenheims Kommandant Stephan Seitz.

Um in das Gebäude einzudringen, ist es unumgänglich, 15 Kilogramm schwere Atemschutzmasken zu tragen. Die „Pressluftatmer“ schützen vor hochgiftigem Rauch. Zum Schutz der Haut gehört auch eine Flammschutzhaube zur Ausrüstung. Nach und nach bringen die Feuerwehrmänner die Mitarbeiter aus dem Haus und geben sie in die Obhut der Sanitäter und des Notarztes. Zügig arbeiten die Helfer unter den Augen von Stadtbrandmeister Norbert Windecker.

Zufrieden zeigt sich bei der anschließenden Manöverkritik auch Roy Bergdoll, Einsatzleiter der Feuerwehr Ilvesheim und hauptamtlich Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Mannheim. Er lobt die gute Zusammenarbeit zwischen Seckenheim und Ilvesheim, die schon seit Jahren zusammen üben - ebenso wie die gute Kooperation mit DRK und JUH.