Ilvesheim

Ilvesheim CDU-Altgemeinderat Dr. Eric Henn wies bei einem Weinseminar in die Geheimnisse des Rebensaftes ein

Im Keller zu einer kulinarischen Weinreise gestartet

Archivartikel

Warum immer so weit fahren, wenn ein Kenner der edlen Rebensäfte so nahe ist, dachte sich der CDU-Gemeindeverband und lud erstmals zu einem Weinseminar mit Dr. Eric Henn in den Ludwig-Witz-Keller im Bürgerhaus „Hirsch“ in Ilvesheim ein. CDU-Vorsitzender Georg Sommer begrüßte die Gäste zu einer Reise der Genüsse. Neun Weine – fünf Weiß- und vier Rotweine – galt es zu verkosten.

Dabei wurde für die Teilnehmer blind eingeschenkt, jeder sollte mit seiner eigenen Nase und seinem eigenen Geschmack die Rebsorte anhand charakteristischer Geruchs- und Geschmacksmerkmale erarbeiten. Hilfreich war dabei ein Aromarad, mit dessen Hilfe man die einzelnen Aromen trefflicher einem Wein zuordnen konnte.

Jeder Wein wurde zuerst optisch auf Farbe und Konsistenz geprüft, dann folgte das Riechen, ohne zu schwenken, danach folgte die Kunst des Schwenkens, wer wollte, durfte eine bisschen schlürfen. Heiß wurde teilweise über die einzelnen Aromen diskutiert. Roch der eine schwarze Johannisbeere, meinte der andere eher Stachelbeere oder Zitrusfrüchte erkannte zu haben. Eric Henn war es zudem wichtig, zu jedem der offerierten Weine auch die den Geschmack ergänzenden Speisen zu kredenzen. So wurde die Reise nicht nur mit flüssiger, sondern auch mit fester Nahrung zu einem kulinarischen Highlight. Für die Weißweine hatte Konstanze Henn für jeden Teilnehmer einen Teller mit verschiedenen Käsen, Oliven, Tomatenfrischkäseschnecken und selbst gemachtem Pesto zusammengestellt, für die Rotweine gab es einen zweiten Teller mit Frikadellchen, Schinken, Salami, gefüllten Pilzen, Speckquiche und Co. „Nicht jede Speise passt zu jedem Wein“, so CDU-Altgemeinderat Henn.

Zur Verkostung hatte sich Henn für einen Spätburgunder blanc de noir, einen Grauburgunder, einen Riesling, zwei Sauvignon Blanc, zwei Cabarnet Sauvignon, einen Shiraz und einen Rioja Reserva entschieden. Die meisten Weine kamen aus der Pfalz, ein Sauvignon Blanc kam aus Neuseeland, ein Carbanet Sauvignon aus Chile und der Shiraz aus den USA. Ein guter Wein kann teuer sein, muss es aber nicht zwingend. Die Preise bewegten sich zwischen 5,20 und 15,90 Euro. Nebenbei erfuhren die Gäste allerlei über verschiedene Anbaumethoden, Pressungen und auch Korken.

Mit 25 Personen war das Weinseminar komplett ausgebucht gewesen. Wie Georg Sommer nach drei Stunden Genuss pur feststellte, gibt es noch viele Weine zu verkosten, einer weiteren Wein(welt)reise im nächsten Jahr stehe somit nichts im Wege. Die traditionelle Weinprobe bevorzugt mit dem Fahrrad zu Winzern in der Umgebung wird auch weiterhin stattfinden, war zu hören. moko