Ilvesheim

Ilvesheim Revierleiter Peter Oechsler stellt Kriminalstatistik vor

„In der Gemeinde ist es sehr sicher“

„In der Gemeinde ist es sehr sicher.“ Diese Bilanz, die Peter Oechsler in der Ratssitzung an den Beginn seiner Ausführungen zur Kriminalstatistik stellte, untermauerte der Leiter des Polizeireviers Ladenburg dann mit Zahlen. Die eine: Die Zahl der Straftaten ist von 255 im Jahr 2017 auf 233 in 2018 gesunken, ein Rückgang um 12,5 Prozent. Die andere: Gemäß der Häufigkeitsziffer (Straftaten je 100 000 Einwohner) liege die Gemeinde „weit unten“, so Oechsler.

Zum Vergleich: Während die Häufigkeitsziffer für die Stadt Mannheim bei 10 818 liegt, beträgt sie für Ilvesheim 2418, weniger als ein Viertel. 233 Straftaten verzeichnet die Statistik 2018 für die Gemeinde. Da hat schon ein Rückgang um 22 für ein Minus von 12,5 Prozent gesorgt. Die Aufklärungsquote ist von 50,4 auf 46,6 Prozent gesunken. In Edingen-Neckarhausen liege sie wegen der erfassten Schwarzfahrer in der Straßenbahn mit 64,3 Prozent wesentlich höher, so Oechsler.

Fast überall Rückgänge

Zuwächse gab es lediglich bei Vermögens- und Fälschungsdelikten (von 26 auf 49 Fälle). Dazu zählen u. a. Delikte mit EC-Karten, beim Ebay-Handel oder Tankbetrügereien. Ansonsten Rückgänge: bei Diebstählen um 35,3 Prozent (von 102 auf 66 Fälle), bei Wohnungseinbrüchen um 20 Prozent (von fünf auf vier Fälle), bei Rauschgiftdelikten um 14,3 Prozent (von 21 auf 18 Fälle). Dazu merkte Oechsler an: „Mittlerweile haben wir weniger Alkohol- und mehr Drogenprobleme.“ Um 60 Prozent gingen die Körperverletzungsdelikte zurück (von 35 auf 14 Fälle).

Erhebliche Rückgänge verbuchte die Polizei auch bei der sogenannten Straßenkriminalität: um 20 Prozent, bzw. von 80 auf 64 Fälle. Dazu zählen Diebstähle von Rädern (25 Fälle), aus Fahrzeugen (drei Fälle), Sachbeschädigungen an Autos (19 Fälle) und Taschendiebstahl (ein Fall). Als „ernüchternd“ bezeichnete der Revierleiter die Aufklärungsquote von 7,8 Prozent. Eine Aufklärung habe mit Glück zu tun. Zudem erhalte man oft keine oder nur vage Täterbeschreibungen.

Im Bereich „Gewaltkriminalität“ gab es 2018 sieben Fälle, im Vorjahr 13. Im Einzelnen: ein Fall im Bereich Vergewaltigung / sexuelle Nötigung, einer in der Gattung Raub / räuberische Erpressung sowie fünf im Bereich gefährliche / schwere Körperverletzung.

Schließlich ging Oechsler auf die Tatverdächtigen ein. 2018 waren es insgesamt 100 (Vorjahr: 112), davon 83 männlich (91) und 17 weiblich (21). Unter diesen Personen waren 83 Erwachsene (70), neun Heranwachsende (11) und sieben Jugendliche (30). Zu den Verdächtigen zählten 30 Nichtdeutsche, darunter neun Asylbewerber. Zur Tendenz für 2019 merkte Oechsler an, dass die Fallzahlen weiter sinken.

Bürgermeister Andreas Metz dankte dem Revierleiter für die gute Zusammenarbeit. „Und die erhöhte Präsenz der Polizei ist mir sehr positiv aufgefallen.“ kba