Ilvesheim

Ilvesheim Drittes "Café der Kulturen" im Jugendzentrum

Inselgemeinde zeigt sich weltoffen

Mit über 50 Gästen aus 15 Nationen - unter anderem aus Eritrea, Syrien, Pakistan, Bolivien und Indien - war das dritte "Café der Kulturen" im Jugendzentrum Ilvesheim erneut ein voller Erfolg. Eingeladen hatte der Arbeitskreis (AK) "Integration Ilvesheim sagt Ja", der Kreisverband Mannheim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie der DRK Ortsverein Ilvesheim.

Das "Café der Kulturen" dient der Begegnung von Flüchtlingen und Helfern, dem Austausch von Erfahrungen und Wünschen sowie der Gemeinschaft und dem Zusammenhalt. Erfreut zeigte sich AK-Sprecher Dieter Münster, neben Stammgästen auch neue Gesichter zu begrüßen - ein Beleg für die gute Willkommenskultur der Inselgemeinde. Erstmalig waren über die Gemeinde Ilvesheim, auf Vorschlag des DRK Kreisverbandes, auch ausländische Mitbürger der ersten, zweiten oder dritten Generation, die in Ilvesheim wohnen, zum "Café der Kulturen" eingeladen. Manche Gäste kannten sich schon, andere nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Einen besonderen Willkommensgruß richtete Dieter Münster an den anwesenden Bürgermeister Andreas Metz, an Janina Schückle (stellvertretende Amtsleitung Fachbereich Bauamt/Bürgerdienste) und Christian Hölzing (Sozialarbeiter der Gemeinde, betraut mit Flüchtlingsaufgaben). Der Dank von Dieter Münster galt an diesem Nachmittag allen, die das "Café der Kulturen" ermöglichten, wie der Gemeinde für die Nutzung des Jugendzentruns und des Areals, dem DRK Kreisverband Mannheim für die Unterstützung und Ausrichtung, vertreten durch Alisa Fraefel, den ehrenamtlichen Helfern der Inselgemeinde sowie insbesondere auch dem Flüchtling Omar Mohamad aus Eritrea, der bei allen drei bisherigen "Café der Kulturen" tatkräftig beim Aufbau mithalf und sich auch als Übersetzer einbringt. Alisa Fraefel freute sich ebenfalls über die zahlreichen Gäste und dankte den Helfern für das Herrichten des außergewöhnlich großen und sehr schönen Buffets.

Erstmals wurde das Beisammensein musikalisch von der im AK engagierten Angela Weisbrod (Querflöte) sowie von Elena Harg (Akkordeon) umrahmt. Sie spielten Musikstücke aus Israel, Irland und Brasilien. Kadri Akpaki aus Benin mit seinen Djemben begeisterte mit Solostücken von westafrikanischer Djembe-Musik und begleitete teilweise das Duo bei ihren Aufführungen. Kadri Akpaki ist beim DRK Kreisverband Mannheim für Arbeitsmarktintegration zuständig. Er berät Flüchtlinge beim Schreiben von Bewerbungen oder bei Fragen zu Ausbildung und Studium.

Begeistert von den afrikanischen Rhythmen waren ebenfalls die Flüchtlingskinder Lara, Ali und Amro, die fleißig mittrommelten. Durch den spontanen Liedwunsch von AK Sprecher Dieter Münster "Auf de' schwäb'sche Eisebahne", welches er anstimmte und eifrig mitsang, erhielt das Miteinander eine nochmalige Steigerung - Musik verbindet eben.

Das nächste "Café der Kulturen" wird es voraussichtlich erst wieder im September stattfinden. fase

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