Ilvesheim

Ilvesheim Café der Kulturen erstmals im Park der Heinrich-Vetter-Stiftung

Kinder gestalten Specksteine

Archivartikel

Aus dem 14. Café der Kulturen vom AK Integration Ilvesheim und DRK Mannheim wurde das erste Park-Café der Kulturen. Das AK-Team um Doris Hartmann und Dieter Münster und Laura Hammerstein vom DRK hatten erstmals in den Park der Heinrich-Vetter-Stiftung eingeladen. Die gelungene Premiere soll im nächsten Jahr wiederholt werden. Die Führung mit Kunsthistoriker Dr. Jochen Kronjäger durch den Skulpturen-Park war sowohl für die Ehrenamtlichen wie die Geflüchteten und weiteren Interessierten ein Highlight.

Die Kunstinteressierten erfuhren zunächst etwas über Heinrich Vetter und seine Kunstsammelleidenschaft. Jochen Kronjäger ging dann auf einige Kunstwerke wie Peinestahl „Sam“ von Eberhard Fiebig und die Skulpturen und Plastiken von Frank Maasdorf ein und erklärte den Unterschied zwischen Skulptur und Plastik. Weitere Informationen über verwendete Materialien gab es zu den Kunstwerken „Filia Rheni“ und „Susanne im Bade“ von Martin Mayer und zu den drei Inuitwerken. Besucher Lothar Liebitz war begeistert: „Als Metallbauer war die Führung für mich inspirierend und sehr interessant, insbesondere auch dass der Kunsthistoriker Informationen zu den Materialien gab“.

Wichtiges Bindeglied

Begonnen hatte das erste Park-Café der Kulturen mit der Begrüßung durch Dieter Münster. Er sprach die Anfänge und die Ziele des AKs in Ilvesheim an. Ein Ziel sei, dass sich Einwohner und Neubürger mit Respekt auf Augenhöhe begegnen und keiner den anderen ausgrenze. Dieter Münster: „Es ist nicht nur ein Gebot des Asylrechts, sondern vor allem der Menschlichkeit, die ankommenden Geflüchteten in unserer Gemeinde zu unterstützen und gemeinsame Werte zu leben. Das Café der Kulturen ist hierfür ein wichtiges Bindeglied.“ Er dankte der Sozialkoordinatorin der Heinrich-Vetter-Stiftung, Antje Geiter, für die Einladung und die Organisation.

Antje Geiter ging auf die Stiftungszwecke der Heinrich-Vetter-Stiftung ein und dass die Unterstützung sozialer Projekte ein ganz wichtiger Aspekt sei. Sie sprach die Kindertagesstätte Zauberlehrling und das Regine-Kaufmann-Haus an. Bezüglich des Regine-Kaufmann-Hauses räumte sie mit dem Gerücht auf, dass die Bewohner wegen eines Wasserschadens ausziehen müssten. Sie bestätigte einen Wasserschaden, der jedoch nur einige Wohnungen betreffe und Abhilfe geschaffen werde. Im Pflegebereich gebe es keine Schäden, informierte die Stiftungsmitarbeiterin. Vorgestellt wurde Lena Keil als weitere Mitarbeiterin für das JUZ Ilvesheim.

Für den musikalischen Teil zeigte sich das „Trio MusikArt“ mit Waltraud Leininger (Gesang, Percussion), Christa Barz (Klarinette) und Gerd Feurer (Akkordeon) verantwortlich. Die Band präsentierte ein breitgefächertes Musikrepertoire. Höhepunkte für die Kinder waren Ballspiele und vor allem Speckstein-Schleifen. Unter Anleitung von Angela Weisbrod wurden aus Specksteinen entweder Bären, Kühe, Fische oder Raketen angefertigt. Viele Kinder wie das Flüchtlingskind Lara bearbeiteten einen Speckstein zum ersten Mal. Lara: Ich komme sehr gerne zu jedem Café – es gibt immer was Neues zum Spielen oder Basteln“. Wie immer zeichneten sich die Teilnehmer für das Buffet selbst verantwortlich.