Ilvesheim

Ilvesheim Türöffnertag an der Schloss-Schule

Kinder machen Erfahrung mit Blindheit

Archivartikel

Einen Türöffnertag feierte jetzt die Schloss-Schule Ilvesheim. Anlass hierfür war das 150. Standortjubiläum der Schule, erklärte Konrektor Erich Rüger. Zusammen mit der Internatsleitung Maria Freudenberg, den Erzieherinnen Eva Müller und Petra Steinmann wurde das Ereignis geplant. Für Kinder aus Ilvesheim und der Metropolregion wurden gezielt die Pforten der Schule geöffnet. Bei den Fernsehsendern der Sendung mit der Maus – WDR, das Erste, KIKA – konnte man sich für diese Aktion registrieren. Auf der Internetplattform der Sender wurde das Ereignis beworben und Interessierte konnten sich für das Angebot anmelden. Zielgruppe waren Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren.

Je zehn Kinder erlebten nun in drei Gruppen für eine Stunde auf einem Parcours, was es bedeutet, sehbeeinträchtigt oder blind zu sein. Begleitet von Eltern und Geschwister war das Angebot schnell ausgebucht. Es kamen mehr Interessierte als angemeldet, aber alle konnten teilnehmen, niemand wurde weggeschickt.

Die Kinder waren sofort neugierig, was sie unter der Angebinde erwartet und konnten sich meistens von den Eltern lösen und machten gespannt und voller Eifer an allen Angeboten mit. So war beispielsweise ein Hindernisparcours in der Sporthalle aufgebaut. Die Kinder machten die Erfahrung, dass man ganz schön unsicher wird, wenn man nicht sieht, wo man hingeht. Wer es gar nicht aushalten konnte, durfte auch zwischendrin „spicken“, was meist doch nicht notwendig war.

Im Snoezelenraum – Raum für Sinneserfahrung – wurden die Gäste auf eine Traumreise geschickt. Eine Geschichte führte in fremde und doch vertraute Welten. „Einfach nur schön“, war die einhellige Meinung. Ein Geruchsmemory und ein Tastratespiel rundeten die Erlebnisangebote ab. Zur Stärkung gab es Kekse und Getränke, welche der Förderverein der Schloss-Schule spendierte. Den Eltern und Geschwisterkindern zeigten Schüler das Gelände der Schule. Batuhan informierte über die Schule, berichtete von Erfahrungen beim Lernen und bewies Expertenwissen beim „blinden“ bedienen eines Computers.

Luca erklärte wie man mit Orientierungshilfen sich auf einem Weg zurechtfindet. Tastbare Pläne und ein Blindenstock sind Hilfen. Aber auch das Wissen über den Aufbau der Wege ist hilfreich. Beim Nutzen des Spielplatzes gab es Gelegenheit für Gespräche mit Erziehern und Schülern. Der Tag war für alle informativ, interessant und hat großen Spaß bereitet. red