Ilvesheim

Ilvesheim Kommunalaufsicht stellt Genehmigung in Aussicht

Kombibad rückt ein Stück näher

Die Gemeinde Ilvesheim hat nun doch gute Chancen, ihr Kombibad zu verwirklichen. Bei der Beratung des Etatentwurfs für 2019 hat Bürgermeister Andreas Metz gestern Abend mitgeteilt, dass das Kommunalrechtsamt seine Zustimmung für den Haushaltsplan und den Investitionsplan bis 2022 in Aussicht stellt.

Die Aufsichtsbehörde hatte den Bau des rund 15 Millionen Euro teuren Projektes zunächst gestoppt, weil es die damit verbundene Verschuldung nicht für vertretbar hielt. Daraufhin entwickelte die Gemeinde ein neues Konzept und unterteilte den Bau in zwei Abschnitte. In einem ersten soll das Hallenbad mit der für Bäder erforderlichen Infrastruktur entstehen. Es würde knapp elf Millionen Euro kosten und könnte nach Fertigstellung sofort genutzt werden. Erst in einem zweiten Abschnitt würde das Freibad gebaut, das noch einmal vier Millionen Euro kostet. Um das Vorhaben zu finanzieren, sollen für den ersten Bauabschnitt jeweils rund fünf Millionen aus der Rücklage entnommen und durch einen Kredit abgedeckt werden. „Die Rahmenbedingungen haben sich verbessert, die Erträge erhöht“, erläuterte der Bürgermeister gegenüber dem „MM“, warum das jetzt möglich ist. Die Fraktionen waren laut Metz bereits im Vorfeld der gestrigen Sitzung über die neue Entwicklung unterrichtet worden.

Baubeginn 2020 denkbar

Wenn der Gemeinderat den Etat in der vorgelegten Form verabschiedet, dann ist das eine wesentliche Voraussetzung für den Bau des Kombibades. Formal sei noch ein separater Beschluss dafür erforderlich, sagte Metz. Derzeit werde gerade die Baugenehmigung beantragt. Ein Abriss des alten Hallenbades könne noch 2019 erfolgen, 2020 wäre ein Baubeginn denkbar.

Bereits im Juli 2015 hatte der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss für den Bau des Kombibads gefasst. Kurz danach formierte sich gegen das Vorhaben eine Initiative, die einen Bürgerentscheid erwirkte. Dieser endete im Dezember 2015 mit einer Zweidrittelmehrheit für das Projekt. Lange Zeit waren nur die Grünen im Gemeinderat gegen das Vorhaben, zuletzt schwenkte auch die CDU um und lehnte das Vorhaben ab. Rechnerisch verfügen aber die verbliebenen Befürworter Freie Wähler und SPD derzeit gemeinsam über eine klare Mehrheit. hje