Ilvesheim

Schulen Schloss-Schule feiert das 150. Jubiläum am Standort / Kulturprojekt Matchbox sucht mit Schülern den Sound der Insel

Lehren an historischer Stätte

Die Schloss-Schule feiert ein denkwürdiges Ereignis. Vor 150 Jahren zieht die großherzogliche Blindenerziehungsanstalt, die seit 1826 existiert, in das Schloss von Ilvesheim um. 38 Schüler zählt die Lernstätte damals. Heute sind es 170 Kinder, die mit 90 Lehrkräften das 150. Jubiläum am geschichtsträchtigen Standort feiern. Im Jahr 1700 hat Freiherr Friedrich von Hundheim mit dem Bau des Schlosses begonnen. Es steht auf den Fundamenten der Erlenburg aus dem Jahr 1525.

Die Schloss-Schule – offiziell „Staatliches Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat“ – begeht den runden Geburtstag mit den Bürgern. Die Schloss-Mauern sind für die verschiedensten Veranstaltungen das ganz Jahr über durchlässig.

Direktorin Stephanie Liebers begrüßt Besucher bei Feiern, ebenso wie bei einer historischen Führung. Und sie freut sich über eine „wunderbare Premiere“: Nach dreijähriger Sanierungszeit präsentiert sich die Aula in einem neuen Gewand, die der Gemeinderat am 27. September einweiht. Die traditionellen Veranstaltungen in der Schloss-Schule, wie die Reihe Kultur im Dunkeln oder das Schulfest, erfahren im Jubiläumsjahr durch das Kunst- und Kulturprojekt Matchbox eine attraktive Ergänzung. Schüler sind mit den Machern von Matchbox auf der Suche nach dem Sound der Insel. Das Kulturprojekt ist mit der Schloss-Schule sowie der Friedrich-Ebert-Schule eine Kooperation eingegangen. Unter anderem entsteht ein Wahrnehmungsparcours zwischen den beiden Einrichtungen, auf dem sich am 7. April Bürger begeben. Die Sinnesorgane werden spielerisch angeregt.

Fetten Sound hören Besucher des Schulfestes der Friedrich-Ebert-Schule am 21. Juli. In der Mehrzweckhalle führen Drittklässler den „Ilvesheimer Rap“ auf, mit Künstlern von Matchbox einstudiert. Das knallige Bekenntnis an die Heimatgemeinde kommt bei den Gästen gut an – ebenso wie die Vielfalt des Festes, das seit langem wieder einmal gefeiert wird.

Forscherhof mit Lernanreizen

Eine Vielfalt, die sich die Friedrich-Ebert-Schule auch auf dem Außengelände erhofft. Die Umgestaltung des Areals steht auf der Agenda der Kommune. Pläne, die der Gemeinderat in Auftrag gibt, berücksichtigen Vorstellungen und Wünsche. Fachleute präsentieren ihre Ausführungen von einem „Forscherhof mit Lernanreizen“. Die Kosten belaufen sich auf (zunächst) 477 000 Euro. Am 22. November stimmt der Rat einer Umsetzung in vier Modulen. Kosten: 210 000 Euro zuzüglich Baunebenkosten. Die restlichen drei Module können zu einem späteren Zeitpunkt folgen, lässt der Rat diese Option offen. Im Sommer 2019 soll die Umgestaltung beginnen. neu