Ilvesheim

Ilvesheim Lesekonzert in der Mehrzweckhalle mit Kinderbuchautor Armin Pongs und über 200 Dritt- und Viertklässlern

Liegestützen als Strafe für Versprecher

Mehr Lesen und dafür weniger fernzusehen und Computer spielen: Darauf gaben über 200 Dritt- und Viertklässler der Friedrich-Ebert-Schule dem Kinderbuchautor Armin Pongs zu Ende des Lesekonzertes in der Mehrzweckhalle ihr Wort.

Das Lesekonzert hatten Konrektorin Grit Fahldiek und Lehrerin Dominique Caizapanta organisiert. Ziel von Pongs war es, die Kinder mit dem Lesevirus zu infizieren und somit die Lese- und Schreibförderung weiter zu entwickeln. „Lesen macht reich – an Bildern im Kopf“, so das Motto des Autors, der 440 Lesungen im Jahr hält.

Beim Lesekonzert trat er mit Musiker Dave Anderson auf, der die Lieder in Pongs Kinderbuch „Krokofil und seine Musikanten“ komponiert hatte. Zusammen boten sie den Schülern ein 90-minütiges Mitmach-Programm, bei dem diese begeistert mitsangen. Die Schüler wurden immer wieder in die Geschichte miteinbezogen. Ein Großteil kam an diesem Tag mit einem grünen Kleidungsstück in die Schule, denn „grün“ ist auch die Farbe von „Krokofil“ – dem freundlichen Krokodil – der Hauptfigur in Pongs Geschichten.

Der Autor stellte sich zunächst den Schülern vor und ließ wissen, dass er mittlerweile 22 Bücher geschrieben hat. Armin Pongs trägt seine Geschichte mit kleinen pädagogischen Tricks vor. Verliest er sich und sagt statt „Krokofil“ „Krokodil“ muss er zur Freude der Kinder zehn Liegestützen machen.

Mit entsprechender Mimik, Gestik und ausdrucksstarker Betonung sowie geschickt eingeflochtenen Fragerunden zog Armin Pongs die Kinder in seinen Bann und schaffte es, dass ihm aufmerksam zuhörten. Seine Geschichte beginnt da, wo die Geschichte „Die Bremer Stadtmusikanten“ der Gebrüder Grimm endet. Bekanntlich kamen die „Stadtmusikanten“ nie in Bremen an, denn sie blieben im Räuberhaus.

In Pongs Geschichte finden Krokofil und seine Begleiter die „Stadtmusikanten“ im Räuberhaus und übernehmen deren Auftrag. Auf ihrem weiteren Weg nach Bremen finden sie Musikinstrumente, erfüllen ihren Auftrag und erklären allen Kindern, wie wichtig Lesen, Schreiben und Musizieren ist.

Bilder im Kopf bleiben

Dann fragte der Autor nach den Bildern aus der Geschichte, die im Gedächtnis der Schüler geblieben sind. Diese erkennen, dass Bilder im Kopf lang erhalten bleiben, während anderes vergeht. Am Ende der Veranstaltung bekamen alle Klassen eine Lesemuschel. „Jeder der diese Lesemuschel um den Hals trägt, kann besser lesen“, erklärte Pongs.

Für das Versprechen, „mehr zu lesen als fernzusehen“ und als Erinnerung an das Lesekonzert erhielt jeder Schüler entweder einen Mondstein oder einen Schwimmstein. Und Armin Pongs versprach, eine Geschichte über Ilvesheim und die Friedrich-Ebert-Schule zu schreiben.

Abschließend folgte auf freiwilliger Basis für 50 Dritt- und Viertklässler eine Schreibwerkstatt. Nach einer Einführung und einer Einleitungsgeschichte ließen die Schüler ihrer Fantasie freien Lauf. Es entstanden ganz unterschiedliche Geschichten, die alle mit dem Satz „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ endeten. fase