Ilvesheim

Ilvesheim Ausschuss schlägt alternative Schnellverbindung vor

Mit dem Zweirad am Kanal entlang

„Die Radschnellverbindung Heidelberg - Mannheim ist eines der drei Leuchtturmprojekte des Landes“, äußerte sich Bürgermeister Andreas Metz in der Sitzung des Technischen Ausschusses. „Das Schöne daran ist, dass das Land die Kosten komplett übernimmt“, ergänzte das Ortsoberhaupt. Die Strecke zwischen Mannheim und Heidelberg, die auch über Ilvesheimer Gemarkung führt, wird derzeit vom Regierungspräsidium Karlsruhe geplant. Eine Vorzugstrasse liegt auf dem Tisch. Diese war Thema im TA. Sie wird es aber auch bei einem Vor-Ort-Termin am Dienstag, 17. September, sein. Treffpunkt ist um 16 Uhr die Wendeplatte in der Siemensstraße.

Wie Bauamtschef Pascal Tholé erläuterte, soll die anvisierte Trasse mit dem Fahrrad inspiziert werden. Da führt der Weg auch in die Feudenheimer Straße sowie in die Goethestraße. Beide Straßen gelten als problematisch für das Projekt, wurde im TA argumentiert. Der Termin soll daher genutzt werden, um Alternativrouten aufzuzeigen, empfahl Bürgermeister Metz. Pascal Tholé pflichtete bei: „Vor Ort soll die Problematik erörtert werden“. „Die Trasse ist noch nicht zu hundert Prozent festgelegt. Wir haben Spielraum“, sieht Tholé noch gestalterische Möglichkeiten. In der Goethestraße sieht Bürgermeister Metz Probleme wegen der vorhandenen Einrichtungen, wie Kinderhaus, Seniorenheim oder Hospiz. Er schlug einen Betriebsweg vor.

Die schönere Strecke

Der Arbeitskreis Radweg favorisiert keine Variante. „Wir wollen uns da neutral verhalten“, so ein AK-Sprecher. Der Vertreter räumte aber ein, dass der Weg am Neckar-Kanal der schönere sei. Trotz des lobenswerten Radschnellwegs sollte man aber auch schauen, wie man im Ort aufgestellt sei, riet der AK-Sprecher.

„Wenn wir eine andere Variante wollen, dann müssen wir Argumente vorbringen“, empfahl Günter Tschitschke (Freie Wähler). Vorstellungen sollten dabei mit einer Stimme vorgetragen werden, so der Rat. Ralf Kohl (CDU) riet zur Vorsicht in der Goethestraße, die von der Gemeinde in naher Zukunft saniert wird. „Da kann man Geld verbraten“, so der CDU-Mann. Auch er liebäugelte mit Weg entlang des Neckar-Kanals. Sarah Nick-Toma (Grüne) äußerte die Hoffnung, dass das Land möglicherweise auch den Kreisel beim Ludwigshof realisiere.

Von der Trasse überrascht

„Die Trasse durch die Feudenheimer Straße und die Goethestraße hat uns überrascht“, bekannte Rolf Sauer (SPD). Schließlich herrsche in der Feudenheimer Straße ein hohes Verkehrsaufkommen. „Wir können uns nicht vorstellen, dass der Radweg hier durchgeführt wird“, äußerte der SPD-Fraktionssprecher seine Bedenken. Sauer favorisierte einen Weg am Neckar-Kanal entlang. Diese Promenade würde die Gemeinde aufwerten, empfand der Sozialdemokrat.