Ilvesheim

Ilvesheim Weinprobe des CDU-Gemeindeverbands in Schriesheim

Mit Stiel, Schale und Kern

Archivartikel

Der Weg der jährlichen Weinprobe des CDU-Gemeindeverbands Ilvesheim hatte aktuell zu Jungwinzer Max Jäck nach Schriesheim geführt. Altgemeinderat Eric Henn freute sich als Organisator, die Teilnehmer begrüßen zu können, von denen jeder auf seine eigene Art das Weingut erreicht hatten. Max Jäck, der das Weingut erst seit vier Jahren führt, bat die Gruppe, sich nicht mit Fragen zurück zu halten und hoffte auf eine spannende Kommunikation. Diese stellte sich prompt ein, zumal die meisten Besucher, allen voran Eric Henn, mit fundiertem Weinwissen tiefer ins Thema gehende Fragen stellten.

Sechs Weine, davon vier weiß, einen Rosé und einen Roten, galt es zu verkosten. Gleich zu Beginn verriet der Winzer, dessen Familie seit dem 17. Jahrhundert in Schriesheim ansässig ist, dass er bei den Qualitätsbezeichnungen seiner modernen Weine mit den alten Kategorien bricht und eine neue Einteilung in Schale, Stiel und Kern für sich gefunden hat. Dabei richtet er sich vor allem nach der Reifezeit der Weine. So stehen für die Bezeichnung „Stiel“ leichte frische Weine mit einer Reifezeit unter drei Monaten aus dem Basissegment. Für die „Schale“ stehen Weine mit komplexen Strukturen und aromatischer Vielfalt aus dem Mittelsegment, während der „Kern“ für die ganz edlen Tropfen aus dem Premiumsegment mit einer Reifezeit von acht Monaten bei Weißweinen und zwölf bis 15 Monaten bei Rotweinen steht.

Im urigen Ambiente des Hofladens der Familie Jäck verkosteten die Teilnehmer bei guter Stimmung einen Riesling, einen Weißburgunder, einen Grauburgunder und einen Rosé jeweils aus 2017, sowie einen Grauburgunder aus dem Premiumsegment von 2016 und abschließend einen Spätburgunder Rotwein aus dem Jahre 2015, der zuerst für zwölf Monate in einem neuen Barriquefass, dann bis zu seiner Abfüllung 2017 in einem älteren Fass bis zu seiner Harmonie reifen durfte.

Dazu gab es auch festen Gaumenschmaus in Form eines kleinen kalten Buffets. Bei der Verkostung des Rotweines stieß auch CDU-Bundestagsabgeordneter Karl A. Lamers, Bundestagsabgeordneter der CDU zu der Gruppe. Viel Handarbeit gilt es für Max Jäck das ganze Jahr über zu leisten, er verarbeitet die Trauben selbst vor Ort. moko