Ilvesheim

Ilvesheim Chorleiter Leibfried setzt auf englisches Repertoire

Neue Lieder für die Happy Singers

Archivartikel

Voller Elan singen die Mitglieder der Happy Singers im Sängerheim des MGV Aurelia in Ilvesheim „Scarborough Fair“. Dabei werden sie von Michael Leibfried am Klavier begleitet. Seit März ist er Chorleiter der Gruppe und bringt eigene Einflüsse mit. Mittlerweile konnte er sich gut eingewöhnen und hat das Repertoire bereits um einige Lieder aufgestockt. Zuvor hatte Monika Baumann nach 30 Jahren ihre Tätigkeiten aus gesundheitlichen Gründen im Dezember mit einer Abschlussweihnachtsfeier niedergelegt (wir berichteten).

„Ich habe mit 16 angefangen in amerikanischen Militärclubs Musik zu machen“, erzählt Leibfried, der neben Klavier auch Trompete spielt. Seitdem habe er nicht mehr mit der Musik aufgehört. „Ich kann nichts anderes“, erklärt der 66-Jährige lachend. 35 Jahre lang war er Fachleiter für Musik am Kurpfalz-Gymnasium in Mannheim.

Seit seinem Ruhestand habe er wieder mehr Zeit für Chortätigkeiten. Neben den Happy Singers leitet Leibfried seit einiger Zeit verschiedene Chöre in Oftersheim und Nußloch. „Bis Jahresende habe ich noch zwei Chöre in Neidenstein geleitet“, erzählt er und erklärt: „Nach so vielen Jahren war es Zeit, dass dort mal ein anderer hinkommt.“ Nachdem er sich dort mit einem Adventskonzert verabschiedete, trieb es den Heidelberger wieder in die Nähe.

„Das Ausschreiben in Ilvesheim kam mir sehr gelegen, ich habe mich direkt beworben.“ Drei Bewerber hatten die Happy Singers eingeladen. Jeder brachte ein eigenes Lied mit, um es mit dem Chor einzustudieren. Mit „Sing a Song“ konnte Leibfried die Mitglieder begeistern und den Posten ergattern. Seitdem kamen Lieder wie eben „Scarborough Fair“, „I’ve got peace like a river“, Afro-Pop-Stücke und auf Wunsch des Chores „Fields of Gold“ dazu.

„Die anderen zwei Chöre des MGV sind sehr traditionell“, erklärt der Musiker. „Das machen wir nicht.“ Das überwiegend englische Repertoire umfasst vor allem die Hitparaden der vergangenen Jahrzehnte.Doch was hat den gebürtigen Bad Wimpfener nach Heidelberg getrieben? „Das Studium“, erzählt er kurz und knapp. „Ich habe mein Herz damals an Heidelberg verloren und mir gesagt: Hier bleibe ich.“

Kein Auftritt bei der Kerwe

Einen festen Termin für das erste Konzert mit den Happy Singers gebe es noch nicht. „Wir haben leider gerade erfahren, dass wir unterbesetzt sind für die Insel-Kerwe und nicht auftreten können“, erklärt Chorsprecherin Beate Bauer. Man habe also noch etwas Zeit, um das Repertoire weiter aufzustocken. Für Leibfried und die Mitglieder stehen jedoch erstmal die Ferien an. „In den Urlaub fahre ich trotzdem nicht, wir müssen noch ein paar Umbauten am Haus machen“, erklärt er.