Ilvesheim

Ilvesheim Technischer Ausschuss befasst sich mit dem Feuerwehrbedarfsplan

Notrufe auf Umwegen gefährden Sicherheit

"Die Feuerwehr soll nach ihrem Bedarf ausgestattet werden". Dies äußerte Bürgermeister Andreas Metz bei der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses. Basis hierfür ist ein entsprechender Plan, der den Räten von Feuerwehrkommandant Dr. Elmar Bourdon vorgestellt wurde. Laut dem Ilvesheimer Feuerwehr-Chef war die Einsatzabteilung noch nie so stark wie heute und noch so gut ausgerüstet und ausgebildet. Von 112 Feuerwehangehörigen verteilen sich 79 auf die Einsatzabteilung, 15 auf die Jugendfeuerwehr und 18 auf die Altersabteilung. Bei der Rubrik Musikzug steht eine Null.

Von den Einsatzkräften sind tagsüber in der Regel 12,75 Personen anwesend, so Bourdon. Damit erfülle man die Anforderungen des Innenministeriums, zeigte sich Bourdon zufrieden. Der Bedarfsplan, der in die Bereiche Gemeinde- und Feuerwehrstruktur, individuelle Bewertung des örtlichen Risikos und Fahrzeug-Konzeption gegliedert ist, wurden denn auch schon Kreisbrandmeister Udo Dentz abgesegnet.

Dentz legte den Wehrleuten aber den Umbau der Stiefelwäsche zur "Schwarz-Weiß-Schleuse" ans Herz. Hier kann nach dem Einsatz die Kleidung grob gereinigt werden. So soll verhindert werden, dass Schadstoffe ins übrige Gerätehaus oder nach Hause verschleppt werden. Diese Maßnahme soll in der in der mittelfristigen Planung aufgenommen werden, so Bourdon.

Der Bedarfsplan greift auch eine Thematik auf, die Ilvesheim besonders bewegt und die immer mal wieder diskutiert wird. Es geht um den Notruf 112. Im Plan liest man: "Seit Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle Rhein-Neckar im April 2006 erreichen nicht alle Anrufer aus Ilvesheim unter Notruf 112 direkt diese zuständige Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar - wie vom Gesetzgeber gefordert -, sondern stattdessen die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Mannheim.

Zeit geht verloren

Bis diese fehlgeleiteten Anrufer von dort an die zuständige integrierte Leitstelle Rhein-Neckar weiterverbunden werden und die Feuerwehr Ilvesheim dann von dort aus alarmiert wird, geht Zeit verloren". Die Kommune appelliert an das Amt für Feuerwehr und Katastrophenschutz des Rhein-Neckar-Kreises in dieser Angelegenheit bei der zuständigen Behörde zu intervenieren. Schließlich stehe die Sicherheit von Bürgern auf dem Spiel, so die Gemeinde.

Der Notruf 112 aus Ilvesheim soll direkt bei der Integrierten Leitstelle Rhein-Neckar eingehen, ist die Forderung der Kommune und der Feuerwehr. Der Plan geht mit der Empfehlung des Ausschusses in den Gemeinderat. neu