Ilvesheim

Ilvesheim Gemeinde setzt verstärkt auf Krippenplätze

Rat streicht Zuschuss für Tagesmütter

Archivartikel

Vom Kombibad über den jüdischen Friedhof bis zu der Frage, wo die Gemeinde den Rotstift ansetzen kann: In seiner vergangenen Sitzung hat der Ilvesheimer Gemeinderat viele verschiedene Themen behandelt. Manch interessante Information gab es dann noch ganz zum Schluss:

Kinderbetreuung: Die Gemeinde hat ihren freiwilligen Zuschuss für Tagesmütter abgeschafft und will stattdessen Anreize für die Bildung neuer Kita-Plätze schaffen. Das beschloss das Gremium einstimmig. Einen Zuschuss pro neu geschaffenem Platz zu gewähren, sei zielführender als pauschal zu fördern, sagte Peter Riemensperger von den Freien Wählern. „Wir haben eine Form gefunden, die den neuen Anforderungen entspricht“, fügte Katharina Kohlbrenner (CDU) hinzu.

Einsparungen: Der Gemeinderat hat die Verwaltung beauftragt, in verschiedenen Bereichen nach Einsparpotenzialen zu suchen. Konkret geht es dabei um die Kinderbetreuung, das Bestattungswesen, den Bauhof und die Grünanlagen. Die Gemeinde darf dafür auch externe Gutachten einholen. Barbara Hefner (CDU) betonte, dass der Gemeinderat einbezogen werden soll, bevor solche Gutachten in Auftrag gegeben werden. Rolf Sauer von der SPD: „Einsparen müssen wir vor allem in den großen Bereichen, wo die Millionen hinfließen.“

Feuerwehr: Mit großer Einigkeit hat der Gemeinderat für die Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs gestimmt. Bis der Wagen aber wirklich kommt, könnten noch ein bis zwei Jahre vergehen. Die Verwaltung hat nun den Auftrag, die Unterlagen für die Ausschreibung vorzubereiten. „Ich bin froh, dass der Gemeinderat die Dringlichkeit erkannt hat“, sagte Feuerwehr-Kommandant Elmar Bourdon dem „MM“. Der derzeitige Einsatzleitwagen stammt aus dem Jahr 1994.

Lärm: Bürgermeister Andreas Metz hat während der Sitzung bedauert, dass der Fluglärm im Lärmaktionsplan nicht berücksichtigt wird. Dies sagte er während der Diskussion um die neuen Tempo 30-Zonen im Ort (wir berichteten). Dass nicht nur die Straße, sondern auch der Flugverkehr eine Lärmquelle ist, hob auch die Bürgerinteressengemeinschaft Ortskern Ilvesheim (BIG) hervor. Ihr Vertreter Jörg Rademacher sprach darüber hinaus über den Busverkehr in der Hauptstraße. Dieser stelle auch ein Sicherheitsrisiko für Kinder dar, weil sehr breite Busse durch eine sehr schmale Straße führen.

Jüdischer Friedhof: Die CDU hat am Ende der Gemeinderatssitzung den Antrag gestellt, den Weg zum Jüdischen Friedhof in Ilvesheim besser auszuschildern. „Eine Ausschilderung des Friedhofs von der Feudenheimer Straße würde dazu beitragen, dass dieser Ort nicht in Vergessenheit gerät“, schreibt die Fraktion in ihrem Antrag.

Kombibad: Der Bauantrag und die Baugenehmigung für das Kombibad werden sich vermutlich verzögern. Wie der Bürgermeister kurz vor Ende der Sitzung verkündete, sieht das Baurechtsamt unter anderem noch Nachbesserungsbedarf beim Brandschutzkonzept.

Internet: Verschiedene Plätze in der Inselgemeinde sollen WLAN bekommen. Das kabellose Internet soll bald im Rathaus, am Chécy-Platz und in der „allahopp!“-Anlage verfügbar sein. In etwa fünf Wochen könnte es soweit sein, teilte Hauptamtsleiter Marc Schneider mit. Die Kosten belaufen sich auf 15 000 Euro und werden mit einem EU-Gutschein finanziert.