Ilvesheim

Ilvesheim Sozialdemokraten stellen ihre Kandidaten für die Gemeinderatswahl vor / Die Jüngste ist 18 Jahre alt

Rolf Sauer führt die Liste der Sozialdemokraten an

Rolf Sauer zeigte sich zufrieden: „Das war eine tolle Vorstellungsrunde mit tollen Kandidaten.“ Er führt die Kandidatenliste der Ilvesheimer SPD für die Kommunalwahl an. Und da der Ortsvereinsvorsitzende Simon Schubert zwar präsent, aber gesundheitlich angeschlagen war, übernahm der Fraktionsvorsitzende auch die Moderation.

Die Wahl der Kandidaten war bereits in einer früheren Veranstaltung erfolgt, ebenso die Abstimmung der Themen. Nun gehe es um die Vorstellung für die Öffentlichkeit. Sauer erwähnte, dass sämtliche Kandidaten mit optimaler Stimmenzahl gewählt wurden. Als Schwerpunkte der SPD nannte er Kinder- und Seniorenbetreuung sowie „alles, was in Richtung Soziales geht“. Klar sprach sich Sauer für den Bau des Kombibads aus und kritisierte die CDU für ihre Aussage, dass sich Ilvesheim kein Bad leisten könne. Die SPD setze auf Klarheit: „Jeder Bürger sollte wissen, wohin die Reise in den nächsten fünf Jahren geht.“ Die fünf amtierenden Räte treten erneut an.

Dann stellten sich die Kandidaten in der Reihenfolge auf der Liste vor. Rolf Sauer betonte unter anderem, dass er bereits 35 Jahre im Gemeinderat und als Vorsitzender des Angelsportvereins arbeitet. Dagmar Klopsch-Güntner nannte die beiden Friedhöfe als ihr besonderes Thema. Wegen der neuen Bestattungsformen gebe es viel Platz. Sie schlug vor, beide Friedhöfe parkähnlich umzugestalten. Zudem betonte sie, in der SPD 45 Jahre lang Frauenpolitik gemacht zu haben. Das würde sie gern weiterführen.

Zugänge zum Neckar

Ortsvereinschef Simon Schubert möchte das öffentliche WLAN voranbringen. Kinder- und Jugendpolitik nannte Pinar Karacinar-Gehweiler als ihr besonderes Thema. Zudem möchte die Mutter eines dreijährigen Sohnes für alle Altersgruppen Zugänge zum Neckar schaffen. „Bädersterben in Ilvesheim nicht mit der SPD-Fraktion“ plädierte Dieter G. Bühler für das Kombibad. Die Gemeinde habe die Mittel für den Bau, rechnete er vor.

„Ich soll die Jugend vertreten“, erklärte Julia Weis. Die 18-Jährige setzt sich für einen Platz ein, an dem sich Jugendliche treffen können, sowie für Umweltthemen. Thorsten Walter, Vater von zwei Kindern, möchte die Angebote für Kinder und Jugendliche erweitern und sich für sichere Schul- und Radwege einsetzen. Diana Ojong liegt die Kinder- und Jugendarbeit ebenfalls am Herzen. Das ist auch ein Schwerpunkt von Dieter W. Bühler. Zudem möchte der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, dass die Gemeinde bienenfreundliche Wiesen anlegt. Bettina Rügers Ziel ist es, dass Ilvesheim weiterhin attraktive Freizeitmöglichkeiten bietet.

Für einen Ausbau der Kleinkindbetreuung plädiert Sabine Velandia: „Ich musste am eigenen Leib erfahren, dass es Platzmangel in Ilvesheim gibt.“ Dieses Ziel verfolgt auch Jan Brüning. Als zweites Thema nennt der Vater von zwei kleinen Kindern bezahlbares Wohnen. Kirsten Schaaf möchte die Interessen der jungen Leute vertreten und sich um das Vereinsleben kümmern. Dr. Dr. Ralf Christensen will sich für lokale Kulturangebote einsetzen.

Die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen und deren Integration nennt Karin Diercksen als ihre Schwerpunkte. Bernd Bischer möchte sich für den Naturschutz starkmachen. Das will auch Dr. Andreas Günter, der sich zudem für das Kombibad einsetzt. Als Ersatzkandidat steht Holger Gnoth zur Verfügung.