Ilvesheim

Ilvesheim Peter Riemensperger, Spitzenkandidat der Freien Wähler, nimmt Stellung zu Themen im Wahlprogramm

„Schlossstraße soll belebt werden“

Archivartikel

Die Kandidatenliste der Freien Ilvesheim für die Kommunalwahl am 26. Mai führt Peter Riemensperger an. Seit 2004 ist er im Gemeinderat vertreten. Der Fraktionssprecher hat im Gespräch dem „MM“ die Ziele der Freien Wähler dargestellt.

Schlossfeld: Peter Riemensperger erläutert zu Beginn: Die Neugestaltung des Schlossfelds geht auf die Arbeit der Zukunftswerkstätten zurück. Bei diesem Bürgerbeteiligungsprozess vor zehn Jahren wurde auch für ein Kombibad plädiert. Der Gemeinderat hat die Verwirklichung in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Nach dem Bau des neuen Neckarstadions samt Tennisplätzen und der Ertüchtigung des Fest- sowie des Tennenplatzes wollen die Freien Wähler den dritten Schritt gehen. Deshalb ist es für die Rathauspartei logisch das Kombibad zu bauen – und finanziell auch möglich, wie der Fraktionssprecher versichert. „Mehr als zwei Drittel der Gesamtkosten sind finanziert, im Haushalt dargestellt, mit dem Segen des Kommunalrechtsamts“, argumentiert Riemensperger. Wenn alles stehe, dann könne sich die Kommune über ein Alleinstellungsmerkmal freuen. „Das haben wenige“, ist sich der Fraktionssprecher sicher. Trotz aller Ausgaben für das Kombibad finanziere die Kommune weitere Projekte, wie beispielsweise die Goethestraße oder den Schulhof, führt der Sprecher aus.

L 597: Durch den Bau der L 597 und der neuen Ladenburger Neckarbrücke wird die Gemeinde nachhaltig vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr befreit. Dies eröffne, so Riemensperger, neue Möglichkeiten. Das Zentrum in der Schlossstraße wollen die Freien Wähler mit neuem Leben erfüllen. Nach der Zurückstufung dieser Verbindung könne die Kommune eine Tempo 30 Zone einführen. Riemensperger glaubt an einen langen Prozess. Aber es sei wichtig beizeiten mit Überlegungen und Konzepten zu beginnen, wobei die Bürger, die Gewerbetreibenden und die Gastronomie eingebunden werden sollten.

Friedhöfe: Die Freien Wähler begrüßen es, dass die Diskussion über die Neukonzeption der beiden Friedhöfe wieder aufgenommen wurde. „Hier besteht unverändert Handlungsbedarf“, macht Riemensperger klar. Er fordert die Optimierung von Abläufen sowie eine höhere Wirtschaftlichkeit. Gärtnergepflegte Grabfelder helfen den Aufwand zu verringern und Kosten einzusparen, führt Riemensperger aus. Das sei ein Ansatz, aber ansonsten sei man auf dem Weg stehengeblieben, moniert der Spitzenkandidat. Neue Bestattungsformen müssten angeboten, Lücken geschlossen werden. Freie, noch nicht benutzte Flächen auf dem Friedhof Nord könnten, so Riemensperger, entwidmet und als Bauplätze verkauft werden. Die Freien Wähler wollen zudem die Friedhöfe zu einem attraktiven Erholungsraum gestalten.

Bürgernahe Verwaltung: Den Freien Wählern ist es wichtig, dass die Verwaltung mit dem Bürger kommuniziert, beispielsweise bei der Einrichtung von Baustellen. „Es ist notwendig, dass die Verwaltung die unmittelbar Betroffenen vorab über diese Maßnahmen und ihre Hintergründe formiert“, fordert Riemensperger. Zudem will die Fraktion intensiver die zeitnahe Umsetzung von Rats-Beschlüssen überwachen. „Hier sehen wir bisweilen Defizite“, so der Spitzenkandidat.