Ilvesheim

Ilvesheim Bürgermeister Andreas Metz und Gemeinderäte wollen Sparprozess vorantreiben / VA-Mitglieder plädieren für Klausur

„Schnellstmöglich einsteigen“

Der Sparwille der Ilvesheimer Verwaltung und der Gemeinderäte wurde einmal mehr untermauert. In der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses wurden Schritte diskutiert, mit denen die Verantwortlichen hoffen, ans Ziel zu gelangen. Eine vertiefte und vor allem umfassende Behandlung der Einsparmöglichkeiten glauben die VA-Mitglieder auf einer Klausurtagung erreichen zu können. Der 17. November wurde hierfür ins Auge gefasst.

Bürgermeister Andreas Metz erinnerte in der VA-Sitzung am Donnerstagabend an die Verabschiedung des Haushalts am 26. Juli dieses Jahres. Das Landratsamt hat den Etat bestätigt, doch gegen eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 15 Millionen Euro sein Veto erhoben. In den Haushaltsvorberatungen hat die CDU dauerhafte strukturelle Veränderungen im Haushalt moniert, so Metz weiter. Als konkretes Ziel wurde mit der Unterstützung aller Fraktionen eine jährliche Einsparung von 200 000 Euro beschlossen.

Vor der Haushaltsfindung

Bürgermeister Andreas Metz gab zu bedenken, dass die Verwaltung sinnvolle strukturelle Einsparvorschläge erarbeiten könne, über deren Umsetzung müsse aber letztendlich der Gemeinderat entscheiden. Egal welcher Weg vom Gemeinderat gewählt werde, in den Prozess sollte man schnellstmöglich einsteigen, empfand der Bürgermeister. Vor der Haushaltsfindung 2019 sollte man schon zu Entscheidungen kommen, präzisierte das Ortsoberhaupt. Mit den von Einsparungen Betroffenen sollte man dabei auch kommunizieren, empfand Metz.

Günter Tschitschke (Freie Wähler) plädierte „zum Einstieg für eine eintägige Klausur“. Hier sollten die Themen intensiv bearbeitet werden. Es gelte, so der Sprecher, zu analysieren und herauszufinden, wo man ansetze. Wichtig sei, dann dranzubleiben, und die Vorschläge in Sitzungen abzuwägen. Rolf Sauer (SPD) fand, dass es schwer werde strukturelle Einsparungen zu ermitteln. Bisher habe jedenfalls keine Fraktion diesbezügliche Vorschläge machen können. Dennoch müsse ein Überblick her, führte der Sprecher aus. Diesen könne man sich in einer Klausurtagung verschaffen. Da sollte auch geklärt werden, wo Spielraum sei. Einzelne Themen sollten dann in VA-Sitzungen behandelt werden. Von einem weiteren Gremium riet Sauer ab. Der Haushalt müsse ohne Minus dargestellt werden, so seine Vorstellung.

Die Mischung macht´s

Dominik Dieter (CDU) meinte, dass sich die CDU eine Mischung vorstellen könne, um ans Ziel zu kommen. Einer einzigen Maßnahme gab er keine Chance auf Erfolg. „Wir stehen stark unter Zeitdruck, wenn wir 2019 etwas bewegen wollen“, riet Michael Haug (Grüne) zum raschen Handeln. Die Tagung, so Haug, solle klären, was man angehen wolle. Die Umsetzung wollte er in einer Kommission behandelt wissen. Das sei effektiver, glaubt er. Die Vorschläge werden dem Gemeinderat unterbreitet. neu