Ilvesheim

Ilvesheim Die CDU-Spitzenkandidatinnen Katharina Kohlbrenner und Barbara Hefner erläutern das Wahlprogramm

„Schon immer für sichere Schulwege“

Mit einer stabilen Finanzierung würde es mit der CDU in Ilvesheim ein Bad geben. Diese jedoch fehlt aus vielerlei Gründen, versichert die Fraktion. Im Gespräch mit dem „MM“ haben die CDU-Spitzenkandidatinnen Katharina Kohlbrenner (Platz 1) und Barbara Hefner (Platz 2) das Wahlprogramm ihrer Partei erläutert. Dabei rücken die Gemeinderätinnen die Themen Mobilität und Klimaschutz, Digitalisierung, Ortsentwicklung, Jugendbeteiligung und Finanzen in den Vordergrund.

Mobilität und Klimaschutz: „Sichere Schulwege waren schon immer ein Thema der CDU“, erinnert Barbara Hefner an Verkehrsmännchen und Schutzwesten. Hierzu gehören auch, so die Sprecherin, sichere Radverbindungen zu Nachbarkommunen. Zu dem Themenkomplex zählt die Spitzenkandidatin auch einen verbesserten ÖPNV mit guten Anbindungen zu Bus, OEG und Bahn. Mit dem Einsatz von ÖPNV und Rädern trage man zum Klimaschutz bei, so Hefner. Gerade beim ÖPNV spiele die Barrierefreiheit eine Rolle, so die Sprecherin. Sie sehe diesbezüglich aber auch bei Gemeindeeinrichtungen Handlungsbedarf.

Digitalisierung: „Die CDU sieht die Digitalisierung als Chance, aber auch als Herausforderung“, argumentiert Katharina Kohlbrenner. Sie wirke sich in allen Bereichen auf unser Leben aus, so die Christdemokratin. Deshalb will die CDU auch in Ilvesheim einen Bürgerbeteiligungsprozess mit dem Ziel einer Digitalisierungsstrategie anstoßen, regt Kohlbrenner an. Sie will dabei „alle mit ins Boot nehmen“. „Unbedingt dranbleiben“ ist der Rat von Katharina Kohlbrenner, ebenso wie beim Thema Bürgernähe. Den Bürgern sollte, so die Spitzenkandidatin, der Umgang mit Behörden erleichtert werden. Ihre Vorschläge: kein Anstehen, keine verschlossenen Türen, keine Parkplatzsorgen und die Möglichkeit, Anträge von zu Hause stellen zu können.

Ortsentwicklung: „Ilvesheim soll Heimat für alle sein“, schickt Barbara Hefner voraus und denkt dabei an Neuzugezogene, Altbürger, Kinder, Jugendliche und Geflüchtete. Deshalb, so die Sprecherin, müsse man Punkte des sozialen Miteinanders schaffen. Vor dem Hintergrund der Realisierung der neuen Neckarbrücke gelte es die Gestaltung der Schlossstraße zu überdenken, mit dem Ziel einer Wiederbelebung der Straße, schlägt Katharina Kohlbrenner vor. Auch in der Feudenheimer Straße sollte die Attraktivität gesteigert werden, so die Gemeinderätin. Zudem sei es wichtig, das Vereinsleben zu stärken.

Zu einem funktionierenden Miteinander im Ort gehört ebenso die Berücksichtigung aller Altersstufen am Gemeindeleben, setzt sich Katharina Kohlbrenner zudem für generationenübergreifende und integrierende Lösungen ein. Das heißt auch, die Jugendlichen an den politischen Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen.

Finanzen: „Wo Geld investiert wird, soll es nachhaltig sein“, argumentiert Barbara Hefner. Sie rät davon ab, Einrichtungen zu schaffen, die zwar populär seien, von denen die Bürger aber nicht lange davon etwas haben. Das Bad wolle die CDU-Fraktion nicht aus den Augen verlieren. Man könnte sich auf die Sache nach Kooperationspartnern machen, rät Hefner. Denn wegen der hohen Kosten kann die Gemeinde das Projekt nicht alleine stemmen, ist sich die Christdemokratin sicher. Man müsse, so die CDU-Kandidatin, Rücklagen bilden, um notwendige Einrichtungen, wie die Mehrzweck- oder die Neckarhalle, erhalten und sanieren zu können. „Wir wollen nicht so gebunden sein, dass wir keine Entscheidung mehr treffen können“, ergänzt Katharina Kohlbrenner.