Ilvesheim

Ilvesheim JUZ blickt auf das Jahr zurück / Leiter wollen Angebote erweitern

Tischtennis, Jugendfahrt und Mädchentreff

Archivartikel

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Ilvesheimer Jugendzentrum (JUZ). Egal, ob Tischtennisturnier, die Frankreich-Freizeit oder der Filmworkshop: Für die Jugendlichen war auch im Jahr 2019 einiges geboten. Sozialarbeiterin Lena Keil ist zufrieden. Sie organisiert unter anderem den Mädchentreff, der immer freitags von 15 bis 18 Uhr stattfindet. „Gerade gegen Ende des Jahres hatten wir noch einmal einen Aufschwung und es sind einige dazu gekommen“, berichtet sie. Beim Mädchentreff wird unter anderem gebacken, gekocht und gebastelt.

Keils Kollege Christian Höltzing zeigt sich über diese Entwicklung sehr erfreut: „Es ist super, dass sich der Mädchentreff so etabliert hat“, sagt er. Persönlich zieht er eine positive Bilanz, schlägt aber auch nachdenkliche Töne an. „Wir müssen unsere Angebote erweitern und am Ball bleiben“, findet der Sozialarbeiter. Als Beispiel nennt er die Entwicklung der offenen Angebote. „Die laufen leider etwas schleppend“, sagt Höltzing. Offene Angebote sind immer wiederkehrende Termine, bei denen jeder Jugendliche vorbeikommen kann. Ein Beispiel ist die Arbeit im Tonstudio, in dem die jungen Besucher selbst Texte oder Musik aufnehmen dürfen. Konkretes zu neuen Angeboten werde das JUZ im Frühjahr 2020 bekannt geben.

In Höltzings Augen steht der Schwund bei offenen Angeboten für einen Trend, der sich seit längerem abzeichnet. Besonders bei den Jugendlichen über 16 werde das JUZ immer weniger angenommen. „Unsere Besucher werden deutlich jünger, das ist uns auch 2019 aufgefallen“, sagt Höltzing. Insgesamt seien die Zahlen aber stabil. Genaue Statistiken wird das JUZ im nächsten Jahr im Gemeinderat vorlegen.

Ein Höhepunkt 2019 war für Höltzing das Tischtennisturnier in der Mehrzweckhalle. Doch auch die Jugendfahrt nach Chécy, die französische Partnergemeinde Ilvesheims, behält er in schöner Erinnerung.

„Kommunale Pflichtaufgabe“

Bürgermeister Andreas Metz schaut mit Stolz auf diese Exkursion und ihre Organisatoren: „Es ist sehr schön, dass es uns gelungen ist, eine solche Fahrt zum ersten Mal auch außerhalb von Schulen und Vereinen zu organisieren.“

Für das Jahr 2020 hat das JUZ einiges vor. Unter anderem wird es wieder eine Jugendvertreterversammlung geben, genau so wie ein Jugendforum. Dort sollen in verschiedenen Workshops politische Themen diskutiert werden. „Die Beteiligung der Jugend ist eine kommunale Pflichtaufgabe, deshalb ist es sehr wichtig, diese Angebote zu schaffen“, sagt Höltzing.