Ilvesheim

Ilvesheim Am Donnerstag ist das Kombibad erneut Thema im Gemeinderat

Verwaltung legt Zahlen auf den Tisch

Der Neubau eines Kombibads steht bei der Gemeinderatssitzung in Ilvesheim am Donnerstag, 17. Mai, erwartungsgemäß wieder auf der Tagesordnung. Denn bei der Sitzung am 26. April wurde auf Antrag der CDU die Zustimmung zu einem Vorentwurf auf die nächste Zusammenkunft vertagt. Die CDU-Fraktion klagte mit Unterstützung aller Fraktionen einen Finanzierungsplan und die zu erwartenden Auswirkungen auf die künftigen Haushalte der Gemeinde ein. Die Verwaltung legte ihre Rechenexempel in einer nichtöffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses am 3. Mai vor.

Am morgigen Donnerstag wird auch die Öffentlichkeit eingeweiht. Laut einer aktuellen Schätzung ist mit Kosten für das Kombibad in Höhe von 14,5 Millionen Euro zu rechnen. Die Gemeinde hat mehrere Möglichkeiten der Finanzierung durchgespielt. Laut dem Betriebsergebnis der Protec-Ingenieure beträgt bei einer Vollfinanzierung (Zinssatz 2,5 Prozent und 2,25 Prozent anfängliche Tilgung) die jährliche Annuität 692 170 Euro. Die Gesamtsumme der Zinsen addiert sich über die Laufzeit von 30 Jahren auf 6,1 Millionen Euro.

Bei einer Teilfinanzierung in Höhe von 50 Prozent verblieben nur noch knapp eine Million Euro an Rücklagemitteln und nur noch wenig Spielraum für weitere Investitionen. Deshalb schlägt die Verwaltung eine Kreditaufnahme in Höhe von zehn Millionen Euro vor. Dann würden noch Mittel in Höhe von 4,2 Millionen Euro in der Rücklage verbleiben. Laut Berechnungen beträgt bei einem Kredit in Höhe von zehn Millionen Euro die jährliche Annuität 475 000 Euro. Die Gesamtsumme der Zinsen würde sich in 30 Jahren auf 4,2 Millionen Euro addieren. Die Unternehmensberatung Altenburg hat für die Kreditaufnahme von zehn Millionen Euro das folgende Betriebsergebnis ermittelt: Einnahmen: 233 050 Euro, Ausgaben: 790 204 (davon Personalkosten 331 204 Euro und Sachkosten 459 000 Euro) als Betriebsdefizit 1 sowie Zinsen (-141 381 Euro) und Abschreibung (-728 600 Euro) als Betriebsdefizit 2 mit einem Minus von 1,4 Millionen Euro. Die Verwaltung empfiehlt dem Gemeinderat, dem Vorentwurf zuzustimmen. neu