Ilvesheim

Ilvesheim Gemeinderat wird heute Finanzbericht vorgelegt / Geplantes Minus von zwei Millionen Euro kann sich in kleines Plus umwandeln

Verwaltung sieht positive Tendenzen

Archivartikel

Am 26. Juli hat der Ilvesheimer Gemeinderat den ersten doppischen Haushalt verabschiedet. Am heutigen Donnerstag, 27. September, legt die Verwaltung einen Finanzbericht auf den Tisch, bei dem „grundlegende positive Tendenzen im Ergebnishaushalt erkennbar“ sind, wie es in der Informationsvorlage heißt.

Der Kämmerer hat auf der Basis einer vorläufigen Jahresrechnung mit dem Stand vom 24. August die Zahlen hochgerechnet. Im Etat 2018 hat die Kommune ein negatives Ergebnis in Höhe von knapp zwei Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierungslücke hat sich zum 24. August auf 806 000 Euro reduziert, wie der Kämmerer errechnete. Das Ergebnis wird sogar positiv, wenn man den noch nicht ausgezahlten Einkommenssteueranteil für das dritte Quartal 2018 sowie die Gewerbesteuerumlage berücksichtigt. In diesem Falle, so die Verwaltung, kommt man auf ein Plus in Höhe von 182 000 Euro.

Wenngleich der Kämmerer zur Vorsicht mahnt, so ist er dennoch optimistisch, dass „eine finanzielle Verbesserung gegenüber der ursprünglichen Planung erreicht werden kann“. Die Verwaltung geht bei ihrem Finanzbericht auch in die Details. So liegt die Inselgemeinde sowohl bei der Grundsteuer B als auch bei der Gewerbesteuer zum 24. August jeweils rund 10 000 Euro über den Planansätzen. „Insgesamt gesehen werden die Planansätze bei den Erträgen planmäßig abgewickelt“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Den Erträgen stellt die Verwaltung die Aufwendungen gegenüber. Im Bereich der ehrenamtlichen Tätigkeiten zeichnen sich Mehraufwendungen ab. Der Grund sind die vielen Feuerwehreinsätze anlässlich der Starkregenfälle. Geplant waren 59 000 Euro, der Aufwand liegt aktuell bei 46 190 Euro. Fazit vom Kämmerer: „Bei den Aufwendungen verläuft die Abwicklung im Großen und Ganzen im Rahmen der Planansätze; aktuell sich abzeichnende einzelne Mehraufwendungen im Bereich des sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwands können durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Die sich deutlich abzeichnenden Minderaufwendungen sind auch in erster Linie für die deutliche Verbesserung der allgemeinen Finanzsituation verantwortlich“. Der Kämmerer räumt ein, dass es sich nicht um strukturelle Einsparungen handle. Diese entstanden durch zeitliche Verzögerungen bei der Umsetzung von Maßnahmen. Dennoch, so der Kämmerer, würde diese Entwicklung „den eingeplanten Liquiditäts- bzw. Zahlungsmittelbedarf deutlich“ verbessern. Das wirkt sich auch auf die liquiden Mittel aus. Laut Plan sollten am Jahresende 2,8 Millionen Euro von 7 Millionen Euro übrigbleiben. Zum 24. August lagen noch sechs Millionen Euro auf der hohen Kante.