Ilvesheim

Ilvesheim Ratsmehrheit von SPD und Freien Wählern vergibt modifizierte Entwurfsplanung fürs Kombibad

Warten auf die Kostenberechnung

Archivartikel

Einmal mehr war der Neubau eines Kombibads Thema einer Gemeinderatssitzung. Nachdem sich schon der Technische Ausschuss mit der Aktualisierung der Entwurfsplanung nach der Beteiligung der Öffentlichkeit lediglich befasst hatte, wurde jetzt im Kommunalparlament eine Entscheidung getroffen. Die Ratsmehrheit von Freien Wählern und SPD hält nach wie vor an der Freizeiteinrichtung fest. Die Grünen sind von Beginn an dagegen, die CDU-Faktion war im Mai dieses Jahres ausgestiegen. Nun haben die Fraktionen von Freien Wählern und SPD beschlossen, das Planungsbüro mit einer modifizierten Planung zu beauftragen.

Module ausgearbeitet

Grundlage hierfür sind die im TA ausgearbeiteten Module, respektive Bauabschnitte mit dem Hallenbad (Modul 1, rund 10,2 Millionen Euro), dem Freibad (Modul 2, rund 4,5 Millionen Euro) und der Breitwasserrutsche (Modul 3, rund 100 000 Euro). Beschlossen wurde auch, die Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) nicht vollumfänglich zu beauftragen. Das Leistungsbild soll reduziert werden. Und in jedem Fall soll eine Kostenberechnung vorgelegt werden, so der Beschluss weiter. Einsparungen in der Planung könnten genutzt werden, um eine Baugenehmigung früher zu erhalten, argumentierte Bauamtsleiter Pascal Tholé. Diese habe eine Gültigkeit von drei Jahren und könne relativ unproblematisch verlängert werden, so der Fachmann. Sobald die Finanzierung gesichert sei, könne der Plan umgesetzt werden. Werde die Baugenehmigung zu einem späteren Zeitpunkt beantragt und erteilt, so müsste man aktuelle bauliche Vorgaben berücksichtigen. Was erneut Kosten verursachen würde, so Tholé weiter.

Alfred Reiser (Freie Wähler) sprach sich für das Kombibad aus, zumal es immer noch einen bindenden Bürgerentscheid gebe. Die endgültige Entscheidung könne aber erst nach der Leistungsphase 3 mit der Kostenberechnung gefällt werden, führte Reiser aus. Falls eine Finanzierung nicht möglich sei, dann müsse eine neue Entscheidung her. Im November/Dezember, so Reiser, sollte man aber mehr wissen.

„Ilvesheim kann sich kein Kombibad leisten“, gab Katharina Kohlbrenner erneut zu bedenken. Die Kommune habe kein solides Finanzierungskonzept erarbeitet, monierte die Sprecherin. Sie stellte den Antrag auf Vertagung. Dieses Vorgehen war für Rolf Sauer (SPD) „völlig unverständlich“. Schließlich habe die Kommune das Büro mit einer Entwurfsplanung beauftragt. Wenn man jetzt die Planer stoppe, werde man auch keine Kostenberechnung erhalten, sprach sich Sauer gegen die Vertagung aus. Aber die Rechnung des Büros erhalte man, so Sauer weiter. „Es gibt keinen Grund, die Leistung nicht abzurufen, führte Sauer aus.

„Wunsch der Bürger“

Laut Dieter G. Bühler (SPD) stehen die Bürger nach wie vor zum Kombibad. Er plädierte daher dafür, diesen Wunsch zu respektieren und umzusetzen. „Hier liegt ein Beschluss fürs Hallenbad vor“, kritisierte Michael Haug (Grüne). Er monierte ferner den faktischen Abschied vom Kombibad. Denn die weiteren Module seien völlig unrealistisch zu finanzieren, so der Grüne weiter.

Nach zahlreichen Diskussionsbeiträgen weiterer Ratsmitglieder stellte Dagmar Klopsch-Güntner (SPD) den Antrag auf Schluss der Debatte. Sie riet zur Abstimmung. Der Antrag der CDU auf Vertagung sei formell nicht korrekt, so Klopsch-Güntner weiter.