Ilvesheim

Ilvesheim Cäcilienfeier des katholischen Kirchenchors St. Peter / Ehrungen langjähriger Aktiver

Weniger Gottesdienste, weniger Chorauftritte

Der Duft von Kaffee und wohlige Wärme empfingen die Gäste der Cäcilienfeier des katholischen Kirchenchors im Gemeindehaus St. Peter in Ilvesheim. Der Vorsitzende Andreas Nadler begrüßte im Gemeindehaus St. Peter neben den zahlreichen gutgelaunten Besuchern etliche Ehrengäste, darunter Pfarrer Veit Rutkowski, Diakon Karl Hoock, Dirigentin Gabriela Roth, Jutta Sommer vom Gemeindeteam, Cosima Pender-Schmitt vom Stiftungsrat und als Vertreter der Gemeinde den stellvertretenden Bürgermeister Michael Haug.

Ein bisschen schade empfand Nadler die Tatsache, dass der Chor in diesem Jahr bei mehreren großen Anlässen, so auch der Ostermesse, nicht auftreten konnte, da diese, der Seelsorgeeinheit geschuldet, nicht in Ilvesheim abgehalten wurde. Erfreulich, so der Vorsitzende weiter, sei allerdings ein Treffen aller Chöre, Gruppen und Bands der Seelsorgeeinheit gewesen, bei dem auch fleißig gesungen und musiziert wurde.

Die heilige Cäcilia, die Schutzpatronin der Kirchenmusik, hätte wohl bei dem Lied Ubi Caritas von A. Snyder ebenso Gänsehaut bekommen, wie die Zuhörer an diesem Sonntag. Aber auch die anderen Liedbeiträge, die der Kirchenchor unter seiner Dirigentin Gabriele Roth zum Besten gab, fanden großen Applaus bei den Zuhörern.

Wie immer wurde die Feier auch genutzt, um die Personen zu ehren, die als treue aktive Sänger oder auch als passive Mitglieder den Chor seit langen Jahren begleiten. Gerne hatte Pfarrer Veit Rutkowski die Aufgabe übernommen, für jeden der zu Ehrenden eine kleine Laudatio zu halten. Als Verfasserin seiner Worte dankte er Marianne Metz.

Für aktiven Chorgesang gab es nur eine Ehrung. Diese ging an Gertraud Holzschuh, die seit 25 Jahre im Alt ihre Stimme erklingen lässt und diese Entscheidung noch keinen Tag bereut hat. Drei weitere Ehrungen gingen an passive Mitglieder. Seit 65 Jahren hält Irmgard Haun, seit 60 Jahren Elisabeth Link dem Chor die fördernde Treue. Für 40 Jahre Verbundenheit zum Chor wurde Joachim Nieke geehrt, der diesen lange Zeit nicht nur als Sänger im Bass bereicherte, sondern auch das Amt des zweiten Vorsitzenden und später des kommissarischen ersten Vorsitzenden ausübte.

Musikalisch wurde die Feier zum dritten Mal in Folge von dem Vater-Sohn-Duo Wieland und Fridolin Bosse umrahmt, die mit dem Fahrrad ihren Weg von Neckarhausen nach Ilvesheim gefunden hatten. Fridolin Bosse begeisterte sowohl mit der Posaune als auch später stimmlich als Sopran, beide Male von seinem Vater auf dem Klavier begleitet.

Bevor Andreas Nadler zum Häppchen-Büffet voller kleiner Köstlichkeiten einlud, versprach er noch einmal humorvoll eine Gesangsprobe des Chors, sozusagen der „musikalische Rausschmeißer“ der Feier mit dem passenden Titel, nämlich „Neigen sich die Stunden“ von Lorenz Maierhofer. moko