Ilvesheim

Ilvesheim Bürgermeister Andreas Metz informiert den Technischen Ausschuss über Entwicklungen beim Radverkehrskonzept

„Wir müssen schauen, wo wir stehen“

Vor vier Jahren hat das Büro R+T für Verkehrsplanung ein Radverkehrskonzept für die Gemeinde Ilvesheim erstellt. Gleichzeitig wurde ein Maßnahmenkatalog beigefügt. Nun war die Zeit gekommen, den Technischen Ausschuss über den Sachstand zu informieren. „Wir müssen schauen, wo wir stehen“, begründete Bürgermeister Andreas Metz diesen Schritt. Das Thema sei zudem durch einen Antrag der CDU wieder aktuell, führte Metz aus.

Die Christdemokraten wünschen, dass der Abstand der Schranken an den Unterführungen Ladenburger Straße, Feudenheimer Straße und Goethestraße sowie an der Querung zwischen der Straße Starenhöhe und dem Weg zum Damm verbreitert wird. Durch die engen Verhältnisse würden, so die CDU, Radfahrer speziell mit Radanhängern immer wieder auf Probleme beim Durchfahren stoßen. Eine Verbreiterung könnte hier helfen, begründet die CDU ihren Antrag. Das Ansinnen der CDU-Fraktion wird in einer Gemeinderatssitzung behandelt.

Aktuell gibt es auch eine Diskussion über die Einrichtung eines Radschnellwegs (Mannheim-Heidelberg) durch das Land Baden-Württemberg. Für Ilvesheim sind zwei Trassen vorgeschlagen, nördlich oder südlich des Kanals. Die Entscheidung indessen liegt beim Regierungspräsidium Karlsruhe. Eine endgültige Trassenfestlegung gibt es derzeit nicht. Abwarten lautet die Devise. Aus diesem Grund ergreift die Gemeinde auf und für diese Wege keine Initiativen. Fördermittel zur Ertüchtigung des Weges von der Siemensstraße nach Ladenburg werden deshalb auch nicht abgerufen. Aktivitäten entwickelt die Kommune aber in anderen Bereichen.

Neuralgischer Punkt

So wurde eine Querung im Bereich Seckenheimer Straße/Deidesheimer Straße eingerichtet. Radfahrer als auch Fußgänger nutzen diese, um über die Landesstraße gesichert zu gelangen. Zahlreiche Schilder wurden aufgestellt, andere liegen noch zur Genehmigung beim Landratsamt, so der Bürgermeister. Wunsch bleibt eine Querung für Radfahrer in der Ladenburger Straße/Bergstraße. Neuralgischer Punkt, so Bürgermeister Metz, bleibt die Seckenheimer Brücke. Hoffnungsschimmer ist für das Ortsoberhaupt die Verwirklichung der L 597 mit der Ladenburger Neckarbrücke. Wenn dann weniger Verkehr rollt, dann wird die Situation auch für Radfahrer besser, glaubt Metz.

Dieser Umstand könnte dann auch die Situation in der Schlossstraße verbessern. Dann könnten hier eventuell Radschutzstreifen aufgebracht werden, so wie in der Feudenheimer Straße geschehen. Sie dürfen von Autos überfahren werden, informierte Metz. Die Einbahnstraßen Neue Schulstraße, Hauptstraße und Maikammerer Straße wurden in der Gegenrichtung für Radfahrer freigegeben. Die Goethestraße steht für 2019 auf der Agenda. Zumindest auf politischer Ebene will die Verwaltung die ungeklärten Zuständigkeiten auf dem Weg am Neckar entlang der Ladenburger Straße angehen.

Zugestimmt wurde dem Antrag für einen Anbau in der Schubertstraße 17. Für die Erneuerung der Heizung in der Deidesheimer Straße 20 hat der TA die Arbeiten vergeben. Die Gemeinde hat das Haus für Flüchtlinge gekauft.