Innenstadt / Jungbusch

Jungbusch „Runtegrate“ durch den Stadtteil erneut ein voller Erfolg

3355 Runden für den guten Zweck

Mannheim.Sie laufen für den Jungbusch. Dabei geht es gar nicht um Geschwindigkeitsrekorde, sondern um Durchhaltevermögen. „Wir fühlen uns dem Jungbusch schon seit vielen Jahren verbunden. Wir finden die Arbeit gut, die hier geleistet wird, sehen aber auch Probleme und immer neue Aufgaben, die wir gern anpacken oder unterstützten würden“, bringt es Heiner Brixner vom Rotary-Club Mannheim-Kurpfalz auf den Punkt. Das mag für viele Läufer der Anlass gewesen sein, sich bei sonnigem Wetter auf den Weg rund um Werft-, Beil-, Böck- und Hafenstraße zu machen.

„Mir macht laufen Spaß. Man tut etwas Vernünftiges. Ich laufe, so lange ich kann“, sagte Giacomo Vella von der DJK Jungbusch noch kurz vor Beginn. Als dann Quartiermanager Michael Scheuermann den Start für den „Runtegrate“ freigab, liefen als erstes die vielen Grundschüler der Jungbuschschule in ihren grünen nicht zu übersehenden T-Shirts vorne weg. Die anderen Läufer aus insgesamt 27 Gruppen folgten in kurzem zeitlichen Abstand. Könner liefen gemeinsam mit Gelegenheitsläufern. Es waren sogar Läufer mit Kindern, Hunden oder als Inliner unterwegs. Immer wieder wollten die Moderatoren Michael Scheuermann und Gerhard Fontagnier wissen, wie viele Runden Teilnehmer hinter sich gebracht hatten. Nach drei oder vier Durchläufen hatten aber viele vergessen, wie weit sie gekommen waren. Da war es gut, dass Helfer vor allem der Mannheim Business School nach jeder Runde ein Gummiband am Arm des Läufers befestigten. Nur so konnte man den Überblick behalten und am Ende zusammenrechnen, wie viele Runden tatsächlich gedreht wurden.

Rekord mit 23 Durchläufen

Genau eine Stunde dauerte das Ereignis. An der Laufstrecke klatschten Zuschauer begeistert mit. Musiker unterstützten das Spektakel. An der Hafenstraße spielte beispielsweise die Fallou Mboge Unity Band aus Gambia. Das Flair der Veranstaltung zeigte die Internationalität des Stadtteils. Traten im vergangenen Jahr 331 Läufer an, so umrundeten in diesem Jahr 393 die Strecke – ein neuer Rekord. Die Sprinter, die für die SPD gestartet waren, heimsten einige Rekorde ein. So legte allein Noah Fleischer 23 Runden zurück und war damit Rekordhalter bei den Männern. Bei den Frauen errang diese Bestleistung mit 20 Runden Simone Burel, die im Quadrat G 7 ein Büro für linguistische Unternehmensberatung führt. Vikar Friedel Götz von der Hafenkirche umrundete die Strecke dank himmlischen Beistands immerhin 16 Mal. Und auch der Golden Retriever, der für die Bar „Filmriss“ gestartet war, beendete das Rennen ohne jede Schwierigkeit. „Der ist gut trainiert. Der läuft ja viel mit, wenn ich auf dem Fahrrad unterwegs bin. Daher hat er eine gute Kondition“, erklärte sein Herrchen das Phänomen der guten Leistung.

Am Ende war auch insgesamt ein großes Ziel erreicht. Alle Läufer hatten zusammen die vorher angestrebte Gesamtstrecke von 2000 Kilometern hinter sich gebracht und mit mit 3355 Runden , was 2348,5 Kilometern entsprach, eine neue Bestmarke gesetzt. So mancher Läufer hatte sich ganz schön verausgabt und suchte mit hochrotem Kopf, aber glücklich nach Trinkbarem, was ihm gerne gereicht wurde.

Vor dem Gemeinschaftszentrum hatten sich viele Zuschauer versammelt, um die Gewinner zu feiern. Viele Sponsoren freuten sich über die gezeigten Leistungen und unterstützen damit großzügig die Arbeit des Gemeinschaftszentrums. Mit Musik, Würstchen und Kinderschminken wurde ein fröhlich bunter Abschluss gefeiert.