Innenstadt / Jungbusch

Jungbusch Kunstprojekt bei zeitraumexit

Eisdiele und Gedenkraum

Archivartikel

Im zweiten Teil von „Das Foyer – Vertrauensbildende Maßnahmen“ gestaltet der Bühnenbildner Christoph Ernst die ehemalige Kantine der Kaufmannsmühle im Jungbusch für fünf Wochen neu. Eröffnet wird das Projekt am Donnerstag, 13. Juni, 18 Uhr, im Künstlerhaus zeitraumexit in der Hafenstraße 68. Ernsts Installation ist Spiel und Auseinandersetzung mit nationaler Identität. Das Foyer von zeitraumexit wird gleichzeitig zum Gedenkraum und zur Eisdiele, und parodiert somit die Idee einer verordneten kollektiven Identität. Besucher können sich selbst als Porträt mit Statement in der Installation „verewigen“ und entscheiden so, wem oder was hier gedacht wird. Was ist deutsch? Wer bist Du und gehörst du dazu oder nicht?, lauten Fragen. So werden die 130 „ausgezeichneten Deutschen“ in der Gedenkstätte nach und nach überschrieben und ausgetauscht. Christoph Ernst studierte Architektur und Stadtplanung an der Gesamthochschule Kassel. Seit 1998 arbeitet er als freier Bühnen- und Kostümbildner in Oper und Schauspiel. „Das Foyer – Vertrauensbildende Maßnahmen“ ist ein Forschungsprojekt über Eingänge und beschäftigt sich mit Zugängen im Kontext von Architektur, Kunst und Vermittlung.