Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V. feiert seinen 20. Geburtstag

Fest im Kulturleben verankert

Archivartikel

Mit einem Benefiz-Kulturfest im EinTanzHaus startete KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V. das KulturQuer-Festival 2019. Gleichzeitig feierte der Verein, der durch seine vielfältigen Aktivitäten, Projekte und ein geschätzter Akteur in der Mannheimer Kunst- und Kulturlandschaft ist, sein 20-jähriges Bestehen.

Anlässlich des Geburtstags beeindruckten die Künstler des Vereins die zahlreich erschienenen Gäste mit einem vielfältigen, künstlerischen Programm, das die Schwerpunkte der Vereinsarbeit sowie der Projekte – Kunst, Kultur, kulturelle Bildung und interkultureller Dialog – widerspiegelte. Aber warum quer?“ Gisela Kerntke, 1. Vorsitzende des Vereins, und ihre Vorstandskollegen erläuterten: „Weil wir glauben, dass Menschen in aller Welt mehr Gemeinsamkeiten haben als Differenzen.“ KulturQuer QuerKultur habe sich die Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur verschrieben. Die gemeinsamen Projekte mit der Stadt Mannheim, wie die „KultTour“ durch die Neckarstadt-Ost, die interkommunale literarische Reihe „Europa_Morgen_Land“ sowie die Durchführung von vielerlei Veranstaltungen für Interkulturelle Bildung, gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern, seien mittlerweile fest im kulturellen Leben Mannheims integriert.

Dialog und Kooperation wichtig

So schafften beispielsweise die Deutsch-Russischen- oder die Deutsch-Türkischen Kulturfestivals, aber auch das Internationale Suppenfest in der Begegnungsstätte Westliche Unterstadt durch Kunst und Kultur Verbindung zwischen Menschen verschiedener Kulturen und Religionen.

Oberbürgermeister Peter Kurz gratulierte zum „besonderen Jubiläum“ des Vereins, der sich für den kulturellen Austausch einsetzt. „Bemerkenswert ist, wie aktuell der Grundgedanke ist, den der Verein bei seiner vom Kulturamt begleiteten Gründung 1999 formuliert hat und der vor 20 Jahren noch nicht so im Zentrum der Politik stand wie heute“, sagte der Oberbürgermeister. Wichtig zum einen sei die Kooperation, in einer Zivilgesellschaft, in der offener Hass entstanden sei, was zu beliebigen Abgrenzungen führe. Wichtig zum anderen sei der Dialog, der kulturelle Austausch mit den verschiedenen Kulturen und Religionen. Der Verein aus engagierten Mannheimern und Künstlern – mit und ohne Migrationshintergrund – setze durch eine Fülle von Veranstaltungen und beispielgebenden Projekten wichtige Impulse und trage dazu bei, Identität zu schaffen, so Kurz.

Neben künstlerischen Performances, bestehend aus Lesungen, Malerei und Tanz, aus vielfältigen musikalischen Darbietungen, sowie der Präsentation von Bildhauerei und Fotografien, öffnete eine Filmcollage zur Geschichte des Vereins einen Einblick hinter die Kulissen. Amüsanter Höhepunkt des Programms war der Violine-Schnellkurs mit Ionel Chirita. „Das war die Gründung der ersten Mannheimer Philharmonie mit Oberbürgermeister Peter Kurz als erster Geiger“, erklärte Moderator Ulrich Wellenreuther dem lachenden Publikum. Nach einer feurigen Flamenco-Performance lud DJ Fabian Mehlhose ein zum Tanz.