Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt/Jungbusch Arbeiten in der Hafenstraße 66 gehen erst im Sommer weiter / Städtische Wohnungsbaugesellschaft erwirbt ehemaligen Waschsalon in G 7

GBG-Projekt verzögert sich

Archivartikel

Eigentlich war alles gut vorbereitet, im Frühjahr sollte auf dem Grundstück in der Hafenstraße 66 gebaut werden. Doch nun ist das Projekt der Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GBG ins Stocken geraten, weil die beauftragte Rohbaufirma von ihrem Auftrag zurückgetreten ist. „Der Beginn verzögert sich damit um drei bis vier Monate“, sagt GBG-Bauleiter Gregor Kiefer dieser Zeitung. Anstelle der einstigen Schrottimmobilie im Jungbusch, wo sich lange Zuwanderer aus Osteuropa auf engstem Raum drängten, ist ein viergeschossiges Gebäude plus Dachgeschoss mit elf Einheiten (jeweils Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen sowie Ein-Zimmer-Wohnungen ganz oben) geplant.

Sperrungen werden aufgehoben

Der Abriss ist bereits erfolgt. Derzeit ruhen die Arbeiten, Straßenabsperrungen auf Beil- und Böckstraße wurden aufgehoben, so Kiefer. Neuer Baubeginn ist voraussichtlich August. Die GBG hat das Bauvorhaben erneut ausgeschrieben. Das könne dauern, sagt GBG-Sprecher Heiko Brohm. Denn: „Es wird schwierig, überhaupt ein Angebot zu erhalten“, fürchten die Experten. Grund ist der völlig überhitzte Markt: Alle Firmen und Handwerker seien derzeit ausgelastet, erklärt Kiefer. Da sei es grundsätzlich schwierig, Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten. „In der Einzelvergabe liegt ein hohes Risiko“, erklärt der Architekt und Denkmalschutz-Experte den Hang der Bauherren zum sicheren Generalunternehmervertrag.

Die GBG schafft in der Hafenstraße 66 (wie zuvor in der Beilstraße 19) günstigen Wohnraum. Alle Wohnungen (Quadratmeterpreis 7,50 Euro) werden sozial gefördert und sind bis auf das Dachgeschoss barrierefrei über einen Aufzug erreichbar. Die Baukosten sind mit 2,5 Millionen Euro für eine Wohnfläche von 1050 Quadratmetern veranschlagt.

In der benachbarten Unterstadt hat das städtische Wohnungsbauunternehmen zudem den ehemaligen Waschsalon im Erdgeschoss in G 7,24 erworben. „Derzeit laufen Gespräche über eine Zwischennutzung“, sagt GBG-Sprecher Heiko Brohm. Erste Vorstellungen über eine dauerhafte Lösung gibt es schon. „Geplant ist, die Gewerbefläche an einen Nutzer zu vermieten“, so Brohm.