Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt Sozialdemokraten auf Hausbesuch-Tour durch die Quadrate rund um den Schillerplatz

Genossen wandern von Tür zu Tür

Archivartikel

Mit 18 Besuchsterminen in den 17 Stadtbezirken hat sich der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, Ralf Eisenhauer, doch einiges vorgenommen. Vor Ort wollte er sich informieren, was die Bürger bewegt, was sie verbessert sehen wollen und wie es in der Quadratestadt künftig weitergehen soll. Unterstützt wurde er dabei von einem überwiegend jungen Team, das sich aus Parteimitgliedern rekrutierte.

Beim Rundgang des Vorsitzenden durch die Quadrate um den Schillerplatz in der Innenstadt war zunächst aufgefallen, dass Eisenhauer und die Genossen tatsächlich an jeder Haustür klingelten, die Bewohner waren vorab nicht informiert von diesen Besuchen.

Interessant dabei: Nur wenige Innenstädter empfanden den spontanen Besuch als störend und reagierten abweisend. Klar war auch, dass in der Urlaubszeit nicht an jeder Tür geöffnet wurde. Dank einer App stand unmittelbar nach Abschluss der Befragung auch ein Ergebnis fest. „Die Allermeisten reden mit uns“, freute sich Eisenhauer über seine Erfahrungen. Der Fraktionschef stellte bei den Gesprächen zunächst drei Fragen: „Was sehen Sie als dringendste Aufgabe, die die Lokalpolitik angehen sollte?“, „Wünschen Sie sich eine stärkere Beteiligung bei bevorstehenden Anliegen?“ Und „Würden Sie eine Veranstaltung der SPD einmal besuchen, wenn ein Problem besprochen wird, für das sie sich interessieren?“ Frischen Mutes ging es durch die C-Quadrate. Die Besuche verliefen fast allesamt in einer freundlichen Atmosphäre. Nur bei drei Prozent vermerkten die Interviewer, dass die Stimmung ausgesprochen schlecht war. 91 Prozent der Besuche wurden als positiv bewertet.

Die überwiegende Mehrheit der Befragten in der Innenstadt würde es begrüßen, wenn sie mehr in die Entscheidungen der Stadt eingebunden würden. 64 Prozent sagten aus, dass sie gerne öfter gefragt werden würden. 23 Prozent verneinten dieses Anliegen und zwölf Prozent waren in der Sache unentschieden.

Wohnen als wichtiges Thema

Wichtige, drängende Fragen sind im näheren Umfeld der Befragten zu finden. So nannten 19 Prozent Wohnen als dringlichstes Problem. Darunter fiel auch, dass einige mehr Spielplätze für Kinder forderten oder dass überhaupt mehr für Kinder gemacht werden sollte. Die Themen Mobilität, Sicherheit und Sauberkeit fanden immerhin jeweils elf Prozent wichtig. Für Eisenhauer selbst überraschend war, dass an einer Haustür ein Mitglied seiner Partei – allerdings aus einer anderen Stadt – öffnete. Daraus entwickelte sich ein freundschaftliches Gespräch. Die Dame wird sicherlich bei einer der nächsten Diskussionen ebenfalls anwesend sein. Am Ende standen insgesamt 160 dieser Gespräche in der Innenstadt zu Buche.