Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt Nachbarn und Interessierte werfen einen Blick in eine Musterwohnung und in den Innenhof des T4-Neubaus

„Grün ist immer wichtig“

Noch ist der Neubau auf T 4 nicht fertig. Um den urbanen Wandel in der Nachbarschaft von T 4/T 5 zu zeigen, hatten das Quartiermanagement Östliche Unterstadt und das Kulturamt Mannheim Bewohner und Interessierte eingeladen, gemeinsam die Baustelle der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GmbH zu erkunden.

Bei zwei aufeinanderfolgenden Führungen im Rahmen des Projekts „Urbaner Wandel in der Nachbarschaft von T 4/T 5“ konnten die jeweils 20 Teilnehmer auch einen Blick in eine Musterwohnung und in den Innenhof von T 4 werfen und natürlich Fragen zum Projekt stellen. Die Teilnehmer erhielten so einen Eindruck, wie die zukünftigen Bewohner in der Nachbarschaft leben werden.

„Kultur durch Wandel, Wandel durch Kultur: Mit dem Projekt begleiten, erkunden und dokumentieren wir in Kooperation mit dem Quartiermanagement Unterstadt seit 2017 Veränderungen und Entwicklungen rund um das Gelände der ehemaligen Sickingerschule künstlerisch“, erklärte Stefanie Rihm vom Kulturamt. Die Idee für die etwas andere Begehung der Baustelle in T 4 sei im Februar im Rahmen des Erzählcafés im Gespräch mit Menschen aus der Nachbarschaft von T 4/T 5 entstanden.

Was ist die Seele?

„Es geht zum einen um die Geschichte, das Ganze hat eine Vorgeschichte – beispielsweise in der Sickingerschule“, erläuterte Quartiermanagerin Esther Baumgärtner den Werdegang. „Es geht dabei auch um Mieten, die für viele hier wohnenden Menschen teuer sind, und darum, was passiert, wenn neue Leute hierher kommen – um die Frage, was ist die Seele der Östlichen Unterstadt?“, so Baumgärtner.

Marcus Trunk von der GBG freute sich über das große Interesse. Mit „QuadraT4“ entstehe ein „bauliches Highlight in der Mannheimer Innenstadt“. Trunk berichtete: Die GBG arbeitet zusammen mit drei Architektenbüros, die alle drei Hauseingänge entwerfen. „Dadurch wird das vierstöckige Gebäude später dynamisch aussehen – es entsteht kein kalter Plattenbau“, betonte Trunk.

Auf einer Fläche von 3470 Quadratmetern entstehen demnach 73 Wohneinheiten – von ein bis fünf Zimmern, die sich auf 40 bis hin zu 148 Quadratmetern Wohnfläche verteilen. „Dadurch wird es passende Wohnungsgrößen für nahezu jeden Lebenszuschnitt geben – für junge Paare ebenso wie für Senioren, für Singles wie für Familien“, sagte Trunk. Energetisch wird das Wohngebäude nach den Anforderungen der KfW 55 errichtet. Im Innenhof entsteht eine Grünanlage. Ergänzt wird der Neubau durch eine Tiefgarage und ein Kinderhaus. Trunk erklärte: „Bereits die Hälfte der Wohnungen ist verkauft, im Dezember/Januar werden die ersten Bewohner einziehen.“

„Nicht unsere Preisklasse“

Benira Mutz und Isabelle Jahraus, die in der Nachbarschaft des Neubaus wohnen, fanden die Begehung zwar „interessant“. „Doch das ist nicht unsere Preisklasse“, gaben sie zu bedenken. Auch Nachbar Marco Ott wollte „mal gucken, was hier entsteht“. Ihm gefiel vor allem die geplante Begrünung des Quartierplatzes zwischen den verschiedenen Gebäuden: „Grün ist immer wichtig, es gibt zu wenig Grün in der Innenstadt“, fand er.