Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt Reihe Kultur in L 10 präsentiert Bilder von Gisela Späth

Inspiriert von der Natur der Dinge

Ästhetik, Harmonie und Leichtigkeit – das vermitteln die Bilder, die derzeit in der im Carl-Scholl-Saal der Freireligiösen Gemeinde Mannheim in L 10, 4-6. zu sehen sind. Sie stammen von Gisela Späth, die bei der Vernissage am Sonntag einen Eindruck davon vermittelte, wie ihre Werke zustande kommen.

16 Arbeiten der Künstlerin sind in der Ausstellung zu sehen. Sie entstanden in den Jahren 1998 bis 2017. Gisela Späth hat sie für die Ausstellung „Herzklopfen-Natur“ in der Reihe Kultur in L 10 von den Themen her zusammengestellt. Ihre Inspirationen schöpfte die Künstlerin dabei aus der Natur. Ein Thema, das nicht besser passen könnte zur Freireligiösen Gemeinde, die keinen transzendentaler Bezug zu einem Gott hat, sondern für die Natur schlicht Lebenselement ist, wie Vorsitzende Kränzlein in ihrer Laudatio erläuterte.

Leuchtende Farben

Die Ausstellung im Carl-Scholl-Saal vereint ganz unterschiedlich Arbeiten der Kunstschaffenden. In schwarz-weiß gehaltene Bilder auf der einen Seite. Leuchtende Farben auf der anderen. In der Gegenüberstellung beginnt die Korrespondenz, das Spiel zwischen den Seiten: Hier schwarz-weiß dort farbenfroh und beide von ungeheurer Leichtigkeit und faszinierender Ausdrucksstärke zugleich. Durch das Schwarz der floralen Zeichnungen hat Späth noch stärker die Differenzierungen herausgearbeitet – das Geheimnisvolle hervorgehoben. Denn geheimnisvoll ist ihr Thema, das sie in erstaunlicher Vielfalt variiert: Im floralen, im poetischen, im märchenhaften Sinne, aber auch in der technischen Umsetzung spielt sie die ganze Tastatur der Darstellungsmöglichkeiten auf und ab. Demgegenüber brechen in den farbintensiven Bildern Gisela Späths belebende und zerstörerische Zonen an die Oberfläche. Immer wieder arbeitet die Künstlerin mit Papier. Das wird bemalt, gerollt, gefaltet, geschichtet. In den Arbeiten von Gisela Späth steckt zauberhafte Poesie. Die Titel ihrer Arbeiten spiegeln gleich Haikus das Empfinden der Künstlerin wieder. „Spiritualität Lichtlandschaft, „Wüstenlandschaft“ und „Faszination Erde“. Abstrakte Geologie spiegelt sich in den Malprozessen wider. Verdichtungen, Schichtungen, Bruchzonen erinnern an Ausgrabungen, wie Grundmauern früherer Kulturen. Die wilde Kraft der Natur, unbändigbar, steckt auch im Leben der Künstlerin. Gisela Späth wurde 1940 in Gütersloh geboren. Die Mutter zweier Kinder war nach dem Studium der Pädagogik in Bielefeld, Freiburg, Mannheim und Nürnberg als Lehrerin, Kunsterzieherin und freischaffende Künstlerin tätig. Sie ist Mitglied des BBK Mannheim, der GEDOK Mannheim-Ludwigshafen. Gisela Späth lebt in Hockenheim, wo sie auch ihr Atelier hat. Sie ist Mitbegründerin des dortigen Kunstvereins und organisiert dessen Ausstellungen. Die Ausstellungseröffnung wurde musikalisch umrahmt von Olga Orkin (Klavier) und Evgeni Orkin (Saxophon)-ost-

Die Ausstellung „Herzklopfen-Natur“ ist noch bis zum 26. Oktober im Carl-Scholl-Saal der Freireligiösen Gemeinde Mannheim in L 10, 4-6. zu sehen.