Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt/Westliche Unterstadt Sommertagszug endet erstmals auf dem Marktplatz

Kinder vertreiben fröhlich singend den Winter

Da hatte der Wettergott doch ein Einsehen. Im letzten Moment blinzelte die Sonne hervor und sorgte so für fröhliche Stimmung auf dem Marktplatz in G 1. Kindergartenkinder waren zuvor von der Mozartschule durch die Breite Straße erstmals zum Marktplatz gezogen.

In einem Bollerwagen führten sie die selbst gebastelte Schneepuppe mit, um den rauen Gesellen mit Liedern und Tanz endgültig zu vertreiben und das Frühjahr einzuläuten. Ein letztes Mal lächelte die Schneefrau. Doch eine echte Chance gegen die Frühlingslieder der Kinder hatte sie nicht.

Birgit Schreiber, die Kinderbeauftragte der Stadt machte deutlich, dass in der Innenstadt viele Kinder leben und diese ein Recht auf entsprechende Spielflächen hätten. Das bejubelten die Mädchen und Jungen einhellig. Akkordeonspieler Andreas Rathgeber stimmte „Immer wieder kommt ein neuer Frühling“ an. Der vielstimmige Kinderchor vertrieb textsicher den Winter.

Wasser zur Sicherheit

Einen bunten Frühlingstanz führten die Kinder des katholischen Kindergartens St. Sebastian auf. Mit ihren bunten Fahnen trugen sie zu einer fröhlichen Stimmung bei. Die Freiwillige Feuerwehr hatte zuvor den Platz aus Sicherheitsgründen unter Wasser gesetzt – ein Kind nutzte die Lage, tunkte die Fahne in eine Pfütze und wischte sie munter den Mittänzern um den Mund. Das machte viel mehr Spaß, als das zuvor Trainierte vorzuführen. Die Mutter fand das natürlich nicht ganz so toll, konnte aber dagegen so schnell nichts einwenden.

Ungeachtet solcher zusätzlicher „Einlagen“ führten die Kleinen des Eltern-Kind-Zentrums (ElKiZ) in K 2 einen bunten „Tanz der Länder“ auf. Das war für die Besucher richtig lustig anzusehen. Mit einem Piratenlied und „Stups der kleine Osterhase fällt andauernd auf die Nase“ sorgten die etwas größeren Schüler der Mozartschule für gute Laune bei den vielen Zuschauern.

Dann endlich ging es zu Hauptsache: Mit Kerzen in der Hand entzündeten Kinder des städtischen Kinderhauses Sickinger die von ihnen gebastelte Strohpuppe. Auf dem Akkordeon erklang dazu „Winter ade, scheiden tut weh“. Ein letztes Lied „Ich lieb den Frühling, ich lieb den Sonnenschein“ ertönte über den Marktplatz, ehe die Jugendfeuerwehr die letzten Glutnester löschte. Für jedes Kind hatte die Bäckerei Grimminger eine Brezel bereitgestellt, die reißenden Absatz fanden. Nach so viel Gesang und Vorführung musste es ja schließlich noch etwas zu Essen und eine Stärkung für den Rückweg geben, wie Innenstadt- Quartiermanagerin Esther Baumgärtner unterstrich.