Innenstadt / Jungbusch

Mitte Grüne und SPD zur Initiative „Westwind“

Kritik aus der Politik

Archivartikel

Die Grünen-Bezirksbeiräte Neckarstadt-West und Jungbusch/Innenstadt sowie die SPD-Gemeinderatsfraktion haben jetzt auf Vorschläge der Initiative „Westwind“ reagiert. Man begrüße, so beide Parteien, wenn sich Akteure über die Zukunft des Stadtteils Gedanken machten.

Gute Stadtentwicklung müsse aber, wenden die Grünen ein, die Interessen aller Bewohner – insbesondere der sozial Schwächeren – berücksichtigen. Man lege Wert darauf, bezahlbaren Wohnraum mit einer hohen Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen zu verbinden und „nicht-konsumpflichtige und nicht-kommerzialisierte“ Angebote zu schaffen. Die Grünen vertreten die Ansicht, in der Initiative gebe es „mangelnde Stimmenvielfalt“. Johannes Schuler vom Ortsverband Neckarstadt: „Im Falle von Westwind scheint es sich um das Sprachrohr der Partikularinteressen eines Immobilieninvestors zu handeln.“ Das sei völlig legitim, mache aber deutlich: „Für Stadtentwicklung, die die Interessen der Bewohner vertritt, ist Kommunalpolitik da.“

Breite Diskussion gefordert

Bei den Vorschlägen der Initiative „Westwind“ sei, so die SPD, eine breite Diskussion erforderlich, die vom Quartiermanagement moderiert und vom Bezirksbeirat begleitet werde. Ein Fokus solle auf das Thema Jugend, Bildung und Familie gelegt werden. Hier nennt die SPD etwa den Umbau der Humboldtschule als Ganztagsgrundschule. Zudem müsse über Schaffung und Erhalt von bezahlbaren Wohnraum diskutiert werden. Positiv sehe die SPD den Vorschlag Fahrradstraße (wenn auch an anderer Stelle) sowie maßvolle Ergänzungen der Gastronomie. Die Verkürzung der Sperrzeiten lehne man aber entschieden ab. Ein Engagement von Investoren und Gastronomen für Familienfreundlichkeit und bessere Bildungschancen begrüße die SPD. scho