Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt Familiennachmittag in der Stadtbibliothek

Mit dem Grüffelo steppt der Bär

Archivartikel

In Bibliotheken gibt es nur verstaubte alte Bücher, man darf nur flüstern und die Regale auf- und ablaufen. Fehlanzeige! Die Stadtbibliothek ist ein Ort für Erlebnisse, und diese finden nicht nur in den Büchern statt. Am Familiennachmittag steppte mal wieder der Bär. Oder besser gesagt, der Grüffelo, denn den gab es als Theaterstück von der Gruppe Pohby’s und Konsorten zu sehen.

Außerdem wurden für die Kids noch sieben Mitmachstationen geboten, verteilt über die ganze Bibliothek, darunter eine Leseinsel, Tische mit verschiedenen Brettspielen oder eine Bastelecke. „Die Idee hinter dem Nachmittag ist, dass die Familien die Bibliothek gemeinsam nutzen, denn ansonsten ist die für Erwachsene hier in N1, die für Kinder im Dalberghaus. Heute wollen wir zeigen, dass die Bibliothek für jedes Alter ein Angebot hat, die für Kinder wurde quasi hierher verlagert“, sagte Bettina Harling, Bibliothekspädagogin und Initiatorin der Veranstaltung. „Der Nachmittag ist sehr beliebt, in diesem Jahr gab es 320 Anmeldungen im Voraus. Kinder und Eltern standen schon vor 14 Uhr vor dem Eingang Schlange. Die drei Stunden werden voll ausgenutzt“, sagt sie.

Außerdem feiert die Stadtbibliothek in diesem Jahr ihr 125. Jubiläum, sodass es das ganze Jahr über viele interessante Veranstaltungen geben wird. An den Mitmachstationen tummelten sich Kinder verschiedenen Alters. Bei den „Bastlern“ Chris und Joe konnten sich die Kinder fantasievolle, bunte Leseziechen basteln. Die beiden Mannheimer arbeiten im pädagogischen Bereich und basteln sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich auf kreative Weise durch die verschiedensten Veranstaltungen mit Kindern hindurch.

Einstig ins Programmieren

Doch auch der Einstieg ins Programmieren wird von der Stadtbibliothek gefördert, im Idealfall kommen nicht nur die Jungs, sondern auch die Mädchen. Bei der so genannten „Escape Box“ handelt es sich um eine verschlossene Plastikkiste, die man öffnen kann, wenn man durch ein bestimmtes Programm den Code für das Zahlenschloss herausfand. Dabei verwendet man die visuelle Programmiersprache Scratch, die für Kinder geeignet ist. In der Box befindet sich dann ein Calliope mini - ein Einplatinencomputer, der für Bildungszwecke entwickelt wurde und in Grundschulen ab der dritten Klasse zum Einsatz kommt.

„Wir möchten den Kindern die MINT-Fächer spielerisch nahebringen. Mit der Escape Box können sie mit Codes immer höhere Level erreichen“, erklärt Maren König, Bibliothekarin. Doch dann schlug die Stunde drei Uhr und die MINT-Fächer mussten erstmal warten, da die Kinder den Grüffelo sehen wollten.