Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt Studierende der Business School an der Kepler-Schule

Multikulti trifft auf Multikulti

Aniss und Youness sind begeistert. Sie essen schon einmal ihre selbst gemachte Pizza. Noch etwas versprechen die zwei 13-Jährigen: „Wir helfen auch beim Abwaschen und räumen die Küche wieder auf, wenn wir fertig sind.“ Was sich wie ein vergnüglicher Ausflug anhört, ist Teil eines Projektes, das sich „Kulturmosaik“ nennt. Studierende der Mannheim Business-School (MBA) gehen einen Tag lang in die Johannes-Kepler-Gemeinschaftsschule und unterstützen Schüler der 7. Klassen bei ihrer Arbeit.

In zehn verschiedenen Workshops dürfen die Schüler mitwirken. Die sind alle hochmotiviert und ganz konzentriert bei der Sache, nicht nur weil jeder gleich zu Beginn ein T-Shirt der MBA voller Stolz anziehen durfte. Es gab ein rotierendes System, so dass die Schüler ganz unterschiedliche Teilbereiche kennen lernen durften. Da wurde Gitarre gespielt, in bulgarische Tänze eingeführt, Basketball gespielt, Chinesisch gekocht, Pizza gebacken oder auf eine Torwand trainiert. Aus all dem wurde eine Gemeinsamkeit deutlich: Sowohl die rund 35 Studierenden als auch die Schüler sind multikulturell zusammengesetzt. „Wer nicht mehr lernen will, der hat verspielt“, sagte da Rektorin Birgitta Hillebrandt.

Das galt für beide Seiten, die sich gegenseitig inspirierten. Denn auch bei den Studierenden kam das gut an. Durch die Vielzahl an Kontakten der MBA-Studierenden war es möglich, dass als Höhepunkt zwei Spieler der Mannheimer Adler Autogramme verteilten. Das kam natürlich bei den Schülern bestens an. Dass das Projekt auch wirklich funktionierte, war den beiden Projektleiterinnen Friderike Hertenstein (MBA) und Ina Schuchardt-Groth (Schule) zu verdanken. Die beiden waren besonders davon angetan, dass hier verschiedene Welten aufeinandertrafen, und auf beiden Seiten neue Fenster geöffnet wurden.

Bei dieser „Eine-Tag-Aktion“ soll es aber nicht bleiben. So soll in den Kantinen der SAP demnächst eine Schulobst-Aktion starten. Durch den Kauf eines Apfels werden Äpfel dann in Schulen angeboten, um so den Schülern ein gesundes, frisches Angebot zu ermöglichen.