Innenstadt / Jungbusch

Jungbusch Bei Jazz im Busch spielte Fabian Schöne

Neue Generation von Musikern

Archivartikel

Da ist Kurator Steffen Rosskopf ein besonders großer Wurf gelungen: Mit Fabian Schöne und seinem Quartett traten bei „Jazz im Busch“ im Laboratorio 17 (jungbuschstraße17) sicher die besten Nachwuchsmusiker in Sachen Modern Jazz auf, die es derzeit in der Region gibt. Dabei lieferte diese junge Generation Arbeit auf einem unglaublich hohen Niveau ab.

Da ist zum einen der Saxofonist Fabian Schoene, der allein schon es wert ist, einem Konzert beizuwohnen. Zu ihm gesellt sich Bassist Friedrich Betz, László Szitkó am Piano und Tobias Frohnhöfer am Schlagzeug. Der gebürtige Flensburger und nun Mannheimer Saxofonist ist schon lange in unterschiedlichen Besetzungen erfolgreich unterwegs. Nun präsentierte der 71. Protagonist der renommierten Reihe seine erste eigene CD „Cast Off – Leinen los“.

Herausragende Instrumentalisten

Die Stücke bewegten sich im weiten Feld des Modern-Jazz und wechseln mal von hymnischen, malerischen Melodien zu energiegeladenen Phrasen und rockigen Grooves – geerdet mit der Tradition des Jazz. Die klassische Besetzung des Quartetts mit Saxofon, Piano, Bass und Schlagzeug versprach allein schon melodischen Jazz, der auch geboten wurde. Es war einfach schön zu hören, wie sich die Musiker die Bälle zuschoben und abwechselnd mal der Bass und mal das Piano die Führung übernahmen, sich aber genauso gekonnt wieder zurückzogen und dem nächsten Musiker das Spielfeld überließen.

Es war nur wenig überraschend, dass der Jazzabend mit dem Titelsong aus der CD begann. Mit „Leinen los“ startete der Abend, der von „Hikin viking“ abgelöst wurde. Eine Widmung an seine Frau folgte mit „Maria“. „Winter street“ und „If I Should Loose You“ folgten. Im zweiten Set setzten die jungen Musiker mit „Black Flag“, „Laszlo“, „Pfeif“, „Waiting“ und „Skildpadden“ nicht weniger gekonnt neue Akzente in Sachen Jazz. So endete ein sehr gelungener Jazzabend, der von herausragenden Instrumentalisten getragen wurde, die sich nur wenig Gedanken um Genregrenzen machen. Sie spielten ganz einfach phantastische Musik. has