Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt 22 Jugendliche absolvieren Freiwilliges Soziales Schuljahr bei Caritasverband

Schüler engagieren sich

Einmal die Woche für zwei Stunden in einer sozialen Einrichtung helfen – darum geht es beim Freiwilligen Sozialen Schuljahr (FSSJ). In Mannheim bietet das seit Herbst 2018 der Caritasverband an. Mittlerweile hat die erste Gruppe ihr FSSJ beendet.

Die 16-jährige Viktoria hat ihr FSSJ im Caritas-Pflegeheim Joseph-Bauer-Haus absolviert. „Ich bin in die Zimmer der Bewohner gegangen, habe mit ihnen geredet und ihnen vorgelesen“, erzählt sie. Sie ist mit Bewohnerinnen spazieren gegangen und war bei Gruppenangeboten wie Basteln und Singen dabei. „Es war schön, einfach mit den Menschen zu reden. Sie haben interessante Storys erzählt“, sagt die Schülerin.

Hadifs Einsatzstelle war der Kindergarten Mirjam, wo sie mit den Kindern gemalt und gebastelt hat. „Wenn man Kinder mag, macht es voll Spaß“, sagt die 16-Jährige. Ihre schönsten Erlebnisse: „Als die Kinder mich umarmt haben und ein Mädchen mir ein Bild gemalt hat.“ Insgesamt haben im vergangenen Schuljahr 22 Schüler im Alter von 13 bis 17 Jahren ihr FSSJ beim Caritasverband Mannheim absolviert. Drei engagierten sich in Kindertagesstätten, fünf in der Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern, sechs in Pflegeheimen und eine im Inklusionsbetrieb Fairkauf. Da das FSSJ zum ersten Mal in Mannheim angeboten wurde und erst nach und nach ins Laufen kam, haben nicht alle Teilnehmenden zum Start des Schuljahres begonnen. Teilweise hat das FSSJ von daher weniger als fünf Monate gedauert.

Freude an Arbeit mit Menschen

Begleitet wurden die Jugendlichen von Caritas-Mitarbeiterin Annika Sutter, die bei der Wahl des Einsatzortes half, sie dort besuchte, bei Problemen unterstützte und Austauschtreffen organisierte.

„Das Besondere am FSSJ ist, dass die Jugendlichen in Kontakt mit Menschen und Bereichen der Gesellschaft kommen, mit denen sie sonst keine Berührung haben“, erklärt die Koordinatorin. „Durch den längeren Zeitraum erhalten sie tiefere Einblicke in das jeweilige Arbeitsfeld als bei normalen Schulpraktika, die nur ein oder zwei Wochen dauern. Neben der Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen gibt ihnen das die Möglichkeit zur beruflichen Orientierung.“

In der Abschlussevaluation gaben alle Teilnehmer an, dass sie das FSSJ weiterempfehlen würden. Drei möchten sogar weitermachen. Die meisten hatten viel Freude daran, mit Menschen zu arbeiten, der Hälfte hat es bei der beruflichen Orientierung geholfen. Am Ende erhalten alle ein Zertifikat. juk