Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt Benefiz-Ausstellung an der Eberhard-Gothein-Schule bringt 1000 Euro für benachteiligte Mädchen weltweit

Schülerinnen setzen sich für Frauenrechte ein

Unter dem Motto „Kunst macht sichtbar“ haben Renée Kohl, Elisa Ziaja und Hayat Bouakka, Schülerinnen der elften Klasse der Eberhard-Gothein-Schule, im Rahmen ihrer Abitur-Projektarbeit eine Gemäldeausstellung zum Thema „Die Rechte der Frau“ mit Bildern von Künstlern aus Mannheim und Umgebung organisiert. Ihr Ziel war es, über das Medium Kunst das Bewusstsein der Besucher für die vielfältigen Formen gesellschaftlicher Diskriminierung von Frauen und Mädchen weltweit zu schärfen, sagten sie.

Bilder versteigert

Durch die anschließende Versteigerung der Gemälde, deren Erlös der globalen Plan-International-Kampagne „Because I am a girl“ (Weil ich ein Mädchen bin), die sich für die Gleichberechtigung von Mädchen und jungen Frauen einsetzt, zugutekommt, sollte zudem ein monetärer Beitrag zur Verbesserung der gesellschaftlichen Situation benachteiligter Mädchen geleistet werden. Künstler und Käufer wurden damit gleichermaßen zu Spendern. Durch die Versteigerung der Bilder konnte so eine Spendensumme von mehr als 1000 Euro erzielt werden.

Den Schülerinnen liegen Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit sehr am Herzen, sagen sie: „Ziel der Arbeit ist die Umsetzung eines realen Projekts mit wirtschaftlichem Aspekt. Für uns stand schnell fest, dass wir unsere Initiative diesem Thema widmen wollen“, erklärte Schülerin Elisa Ziaja. „Als wir bei unserer Recherche dann auf die Kampagne von Plan International gestoßen sind, waren wir direkt begeistert und wollten die Aktion unterstützen.“

Monatelange Arbeit

Für die Realisierung ihres Projekts haben die jungen Frauen über Monate hinweg nicht nur Kontakt zu regionalen Künstlern aufgenommen und sie für ihre Aktion gewonnen, sondern auch Sponsoringpartner gesucht und durch den Verkauf von Speisen und Getränken zusätzliche Einnahmen erwirtschaftet, die ebenfalls gespendet wurden.

Dank des Engagements der Schülerinnen und der teilnehmenden Künstler konnten die Besucher in eine Ausstellung eintauchen, deren Exponate so vielfältig und individuell waren wie die Geschichten der Frauen, die durch sie erzählt werden. Die Brühler Künstlerin Renate Czemmel hat in ihrem Bild beispielsweise eine Momentaufnahme aus ihrem eignen Leben eingefangen: Ihr Gemälde zeigt sie an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt stehend und das Vergangene reflektierend. „Im Malprozess kann ich in die eigene Gefühlswelt abtauchen“, so Czemmel. „Kunst bietet dem Künstler die Möglichkeit, die eigenen Gedanken und Empfindungen auszudrücken. Das wird insbesondere für jene Frauen wertvoll, denen eine Stimme in der Gesellschaft verwehrt wird“, erklärt Czemmel abschließend.