Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt Festival an der Johannes-Kepler-Gemeinschaftsschule

Schulhof wird zum Tanzparkett

Archivartikel

Dröhnende Hiphop-Musik und aufgeregtes Treiben verwandelten den Hof der Johannes-Kepler-Schule zur Bühne für tanzbegeisterte Jugendliche. Gemeinsam mit der Maria-Montessori-Schule hatte die Gemeinschaftsschule am Förderprogramm „Tanz an Schulen“ teilgenommen. Monatelang haben die Schüler der siebten bis zehnten Klassen mit den Tänzerinnen Viktoria Vogel und Chantal Miller trainiert. Jetzt war das Lampenfieber groß, das Gelernte endlich vor Verwandten und Freunden aufzuführen.

Super Hobby

„Tanz ist eine gute Möglichkeit, die Bewegungslust junger Menschen zu steigern“, sagte Eva Schulze-Brüggemann. Zusammen mit ihren Kolleginnen Elke Rapp und Anna Müller ist sie im Bereich kulturelle Bildung der Jugendförderung der Stadt Mannheim für das Projekt zuständig. „Die Kinder lernen nonverbal im Team zusammenzuarbeiten und ihre Gedanken auszudrücken“, bestätigte sie. Tanzen stärke das Körpergefühl und das Selbstbewusstsein. Außerdem sei es hilfreich für die Integration von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft.

Schon die ganz Kleinen legten gekonnt ihre Moves und Steps auf das Parkett. Das Publikum bejubelte begeistert jede schnelle Drehung und jede akrobatische Figur. Die „K5 Girls“ und die „Maria Montessori Girls“ zeigten, wie dynamisch das Tanzen schon nach einem Jahr Training aussehen kann. Ihre Klassenkameraden feuerten sie dabei lautstark an. Kreative Choreografien hatten sich auch die Gruppen der Jugendhäuser Erlenhof und Vogelstang einfallen lassen. Die kleinen Breakdancer von „Rock the Block“ aus der Neckarstadt-West wirbelten wie die Profis über die Bühne. Fast schon ehrfürchtig bestaunten die jungen Zuschauer den Auftritt der „Roulette Rangerz“, immerhin ist die Gruppe amtierender baden-württembergischer Meister im Streetdance. Ein toller Ansporn für die Tanzeleven mit dem Üben auch außerhalb des Unterrichts weiter zu machen.

Konrektor Thorsten Kuß motivierte die Tänzer: „Ihr habt euch da ein super Hobby ausgesucht und gesund ist es auch noch.“ Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Stadt. „Tanz ist ein Bereich, den auch unsere lernschwächeren Schüler sehr gut können“, erklärte Alexandra Müller-Otto, die Förderschulrektorin an der Maria-Montessori-Schule. „Tanzen verbindet“, meinten auch Jasmin und Tea aus der achten Klasse, die als Moderatorinnen durch den Nachmittag führten. Alle Tänzer waren mit Spaß bei der Sache. Im Vorfeld hatten die Schulbands „rocK5“ und „sixpacK5“ unter der Leitung von Ina Schuchardt-Groth den Zuhörern eingeheizt. Popcorn, Kuchen und Getränke vermittelten zusätzliches Festivalgefühl.