Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt 110 Neugierige beim Makerday für Familien in der Kinder- und Jugendbibliothek

Stadtbibliothek spielt und bloggt

Tüfteln, bauen, ausprobieren, kreativ sein: Das Festival der Kreativität, Innovation und Inspiration ging in die nächste Runde. Auch der zweite Makerday für Familien der Stadtbibliothek Mannheim war wieder ein großer Erfolg.

Schon fünf Minuten vor Beginn öffnete die Initiatorin und Leiterin der Kinder- und Jugendbibliothek, Bettina Harling, die Türen im Dalberghaus, weil da schon eine große Schlange von Menschen vor der Eingangstür wartete. Mit 110 Teilnehmern war die Veranstaltung wieder komplett ausgebucht. „Mehr geht nicht, so können die Teilnehmer jederzeit beliebig wechseln – an jeder Station gibt es Platz für fünf Eltern-Kind-Paare.“

Bei diesem besonderen Veranstaltungsformat konnten Eltern und Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren an zehn verschiedenen Stationen kreativ werden. Alles drehte sich an diesem Tag rund ums Thema Spielen. So konnten ein Tischkicker und eine Murmelbahn gebaut, aber auch Spielfiguren für ein Computerspiel entworfen werden. Unterstützt wurde das Bibliotheksteam vom Verein SpieleMa e.V. und vom Duo „Die Bastler“. Insgesamt 20 Maker boten viel Gelegenheit zum Ausprobieren und Experimentieren – von künstlerisch kreativ bis hin zu zukunftsweisenden neuen Technologien. Maker machen Bildung: „Wissen erwirbt man am besten über das Tun. Noch besser funktioniert es beim gemeinsamen Tun und dem Austausch über Probleme und ihre möglichen Lösungen“, sagte Janine Wiegand, medienpädagogische Mitarbeiterin der Stadtbibliothek. Sie verstand es, die Teilnehmer auf spielerische Weise für den lustvollen Umgang mit Materialien und digitalen Werkzeugen zu begeistern.

Höchst konzentriert

Gemeinsames Experimentieren, Basteln, Bauen, Recyceln, Spaß haben und sich inspirieren lassen stand auch im Dalbergsaal im Erdgeschoss im Mittelpunkt. Geboten wurde ein abwechslungsreiches und buntes Programm. Klassisches Handwerk und digitale Zukunftstechnologien verschmolzen zu einer kreativen Einheit: Kinder und ihre Eltern, Omas und Opas haben drei Stunden lang gemeinsam und höchst konzentriert experimentiert, getüftelt und gewerkt. Ana Turner aus der Oststadt fand die Veranstaltung „super“. Ihr Sohn: Kyle (7) sei letztes Jahr schon mit einem Freund hier gewesen und habe unbedingt noch mal her gewollt. „Die Aktivitäten an verschiedenen Stationen sind eine große Abwechslung; schön ist auch, dass hier Menschen verschiedenen Alters zusammen tüfteln, bauen und kreativ sind“, sagte sie.

Jens Taggeselle aus Lampertheim, der mit Sohn Julius (9) und dessen Freund Ben (10) das Labyrinth-Spiel mit Robotern ausprobierte, fand. „Der Makerday ist eine Superaktive von der Stadtbibliothek Mannheim.“ Und der elfjährige Christoph aus der Gartenstadt sagte: „Der Makerday ist für alle Kinder empfehlenswert.“

Auch der Leiter der Stadtbibliothek, Bernd Schmid-Ruhe, war begeistert: „Spielen ist was, das alle verbindet, und zwar generationsübergreifend, wobei man viele Dinge einüben kann, wie das funktioniert, wenn man die Regeln einhält – das ist Medienkompetenz.“