Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt IGMH spendet 5000 Euro an Freezone

Straßenkinder bedacht

Rouven Gruber, Schüler der 11. Klasse der Integrierten Gesamtschule Mannheim (IGMH), besuchte zusammen mit Verbindungslehrerin Nathalie Kersten und Stefanie Rapp vom Schulleitungsteam Freezone Straßenkids Mannheim in J 7. Dabei überreichten sie Andrea Schulz von Freezone die Summe von 5000 Euro und weitere Sachspenden. Diese Summe ist das Ergebnis eines Musikabends, den die SMW auf Initiative von Rouven Gruber vor Weihnachten gestaltet hatte und bei dem alle Einnahmen (Snacks, Getränke, Tombola) und weitere Spenden für Freezone gesammelt wurden.

Unbürokratische Hilfe

Es ist nicht die erste Spende, die der 17-Jährige, der gesangliches Talent und soziales Engagement vereint, für den guten Zweck gesammelt hat. Schon vor zwei Jahren hatte er die Kinderkrebsstation mit einer großzügigen Spende bedacht.

Bei der Übergabe des symbolischen Spendenschecks und der Sachspenden, die Robert Gruber, der Vater von Rouven, und ein guter Freund der Familie, Dirk Bernet, mit seinem Fahrzeug auf den Hof von Freezone gefahren hatten, bedankte sich Andrea Schulz bei den Gästen: „Wir sind Rouven und seinen Mitstreitern sehr dankbar für diese überaus großzügige Spende für unsere Straßenkids. Mit dieser Spendensumme können wir viele junge Menschen unterstützen und sie fördern.“

Rouven Gruber hat sich bewusst für Freezone entschieden, „weil hier direkt und unbürokratisch auch jungen Menschen, die älter sind als 18 Jahren und die sonst in ein soziales Loch fallen würden, weil das Jugendamt für sie nicht mehr zuständig ist, geholfen wird“.

Freezone bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ganz oder teilweise auf der Straße leben, in Mannheim niedrigschwellige Angebote der Jugendhilfe. Dies umfasst neben dem Angebot einer Anlaufstelle und Streetwork durch Freezone auch das Projekt StreetNight und die Mannheimer Straßenschule.

Auf Spenden angewiesen

Freezone wurde 1997 zunächst als befristetes Pilotprojekt mit Unterstützung der Kirchen und der Stadt Mannheim gegründet und wissenschaftlich begleitet. Schnell zeigte sich, dass Freezone bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr gut angenommen wurde, doch stellte der von Freezone selbst aufzubringende Anteil an den Kosten in Höhe von 120 000 Euro pro Jahr den Fortbestand des Projektes immer wieder in Frage.

Seit 2010 stellt Freezone – unter Trägerschaft des Johann-Peter-Hebel-Heims – ihre Angebote unter einem Dach im Freezone-„Traumhaus“ in J 7, 23 zur Verfügung. „Die Aufrechterhaltung und der bedarfsgerechte Ausbau des Angebotes von Freezone hängen von der Vielzahl von Privatpersonen, Firmen und Unternehmen ab, die durch ihr soziales Engagement die Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in besonders schwierigen Situationen immer wieder ermöglichen“, sagte Schulz (siehe Spendenkonto).