Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt Ein Quartierspaziergang mit Aussicht und 30 Teilnehmern

Über den Dächern der Unterstadt

Archivartikel

Öffentliche wie private Bauprojekte verändern das Bild der Unterstadt. Die Wohnungen in T 4 sind bezugsfertig, auf T 5 wird noch gebaut. Das K 1 Karree ist nahezu fertig und die Umgestaltung des Lameygartens wird im Frühsommer abgeschlossen. Um die Veränderungen gut im Blick zu haben, hatten Quartiermanagerin Esther Baumgärtner sowie Wolfgang Biller und Stefanie Rihm vom Kulturamt als Veranstalter des Projekts „Urbaner Wandel in der Nachbarschaft von T 4/T 5“ zu einem Quartierspaziergang mit verschiedenen Aussichtspunkten von oben eingeladen.

Stefanie Rihm erläuterte: „Das Projekt „Urbaner Wandel in der Nachbarschaft von T 4/T 5“ hat die Veränderungen und Entwicklungen rund um das Gelände der ehemaligen Sickingerschule künstlerisch begleitet, erkundet und dokumentieret.“ Mit Ausstellungen, Erzählcafés, Quartiersrundgängen und Podiumsgesprächen würden die Veränderungen gemeinsam mit der Nachbarschaft aufgespürt und vertraut gemacht. „Wir wollen den Nachbarn und den Neuhinzugezogenen die Gelegenheit geben, sich auszutauschen“, ergänzte die Quartiermanagerin.

Für den Quartierspaziergang konnte Baumgärtner Anja Ehrenpreis, Baustellenmanagerin der Stadt, gewinnen. Die Expertin stellte dabei bekannte und weniger bekannte Baustellen in der Mannheimer Unterstadt vor.

Der Rundgang begann auf der Dachterrasse der Abendakademie. Von hier aus hatten die mehr als 30 Teilnehmer einen fantastischen Blick über die Innenstadt. Zu sehen war das K 1 Karree. „Die Baustelle liegt soweit gut in der Zeit“, so Ehrenpreis. Bis zum Herbst soll dort neben Geschäften, Mac Fit, einer Drogerie und einem großen Restaurant auch das Cinema Quadrat einziehen.

Zu erkennen war auch die Großbaustelle des ZI (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit), die bis 2021 abgeschlossen sein soll. Beim Blick von oben wurden auch die gewaltigen Ausmaße der Baustelle T 4/T 5 deutlich. „Während in T 4 schon die ersten Mieter eingezogen sind, und nur noch die Dachbegrünung fehlt, hat es bei T 5 durch den Wechsel des Generalbauunternehmens eine Verzögerung gegeben“, erzählte Ehrenpreis.

Zugang zum Neckar eingefordert

Zu sehen war auch das Collini Center, das schon seit mehr als drei Jahren eingerüstet ist. „Die Stadt plant den Verkauf; dieser ist an einen Wettbewerb gebunden, damit die Stadt mit entscheiden kann“, erklärte Ehrenpreis. Bis 2020/2021 soll das neue Technische Rathaus im Glücksteinquartier fertig sein. Vom Speisesaal im Collini Center aus hatten die Teilnehmer einen guten Blick auf den Neckar. Wolfgang Ockert, Vorsitzender des Bürger- und Gewerbevereins Östliche Innenstadt, geht davon aus, dass im Doppelhaushalt 2019/2020 endlich die Gelder für den gewünschten Zugang zum Neckar eingestellt werden.

Vorbei an der großen Baulücke in T 6, wo früher eine Werkstatt und ein Wohnhaus standen, deren Abriss im Rahmen des Projekts „Urbaner Wandel in der Nachbarschaft von T 4 / T 5“ von Deborah Musso von der Ten Galerie dokumentiert wurde, ging es zum Lameygarten. Rund 300 000 Euro hat die Stadt in die Neugestaltung investiert. Im Frühsommer soll auch der neue Spielplatz mit Wiese und neuen Spielgeräten fertig sein.

Von der Dachterrasse des Hotels Radisson im neuen Gebäudekomplex Q 6/Q 7 zu sehen waren die leerstehenden Gebäudeblocks über der ÖVA-Passage auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Mit den Bauarbeiten wird der Investor Aachener Grund auf Bitten der Stadt erst nach dem Stadtfest beginnen, berichtete Ehrenpreis.