Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt Große Freude über Spende für Gewaltpräventionsprojekt in Maria-Montessori-Schule

Unternehmer mit Herz hilft Förderschülern

Archivartikel

Die Selbstsicherheit stärken, lernen sich selbst zu verteidigen und kritische Situationen zu entschärfen – das sind nur ein paar Ziele, die mit dem Projekt „Selbstbehauptungskurs für Mädchen und Jungen“ an der Maria-Montessori-Schule, SBBZ Lernen, verfolgt werden. „Diese Spende an den Förderverein der Schule ist etwas ganz Besonderes für uns“, bedankte sich Schulleiterin Alexandra Müller-Otto freudestrahlend bei Andreas Hänssler, dem Geschäftsführer der Hänssler Kunststoff- und Dichtungstechnik GmbH, für 1500 Euro.

Besser konzentrieren

Die Schulleiterin hatte zusammen mit der Elternbeiratsvorsitzenden Sabine Dombrowski-Seitz die Verwendung der Spende für den Selbstbehauptung-Workshop für die Sechstklässler organisiert. Müller-Otto kennt Präventionstrainerin Heike Mezger von einem früheren Workshop für die Sechstklässler, der von der Jugendförderung der Stadt Mannheim finanziert wurde, und ist begeistert, wieder mit der erfahrenen Trainerin zusammen arbeiten zu dürfen. „An der Schule laufen natürlich auch Streitschlichterprogramme und die übliche Jugendsozialarbeit, doch diese intensiven Workshops sind ohne solche Spenden nicht denkbar“, hob Schulleiterin Müller-Otto hervor. Dadurch könnten sich die Schüler wieder besser aufs Lernen konzentrieren, statt sich mit Streitereien auseinander zusetzen, fügte sie hinzu.

Stadträtin Marianne Seitz (CDU), die den Kontakt mit dem Unternehmer hergestellt hatte, bedankte sich ebenfalls für die großzügige Spende. „Es ist eine sehr sinnvolle Sache, Kinder und Jugendliche zu trainiere, mit allen Arten von Gewalt umzugehen.“ Die 1500 Euro kamen zusammen durch Spenden von Besuchern bei zwei Jam-Sessions im Keller einer ehemaligen Brauerei in Seckenheim, den Unternehmer Hänssler als Bühne für Kleinkunst herrichten ließ. Neben den gut besuchten Veranstaltungen im legendären „Palü“, unterstützt von seinen beiden Söhnen und seiner Frau, organisiert der Unternehmer mit Hilfe eines Freundes außerdem sechsmal im Jahr Jam-Sessions mit jeweils 120 Gästen. Dann ist der Eintritt frei, aber um Spenden wird gebeten für einen guten Zweck. Wenn 1000 bis 1500 Euro beisammen sind, gehen sie jeweils an eine soziale Einrichtung in der Region, beispielsweise an das Schifferkinderheim, die Künstlerinitiative zeitraumexit, den „Wünschewagen“ und jetzt an die Maria-Montessori-Schule.

In der Innenstadt

„Doch Geld ist das eine, genauso wichtig ist es, diese sozialen und hilfreichen Einrichtungen einem breiten Publikum bekannt zu machen“, betonte der Unternehmer. So erhielt auch Schulleiterin Müller-Otto die Gelegenheit, den Gästen bei einer Jam-Session die Maria-Montessori-Schule vorzustellen: Die Maria-Montessori-Schule ist ein „Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Lernen“ (SBBZ).

Die Schule liegt im Herzen von Mannheim. Im SBBZ werden Schüler von Klasse 1 bis 9 in kleinen Klassen und nach einem eigenen Bildungsplan unterrichtet. Zur Maria-Montessori-Schule kommen Kinder und Jugendliche, die das Bildungsziel in der allgemeinen Schule vorübergehend oder dauerhaft, trotz unterschiedlicher Unterstützungsmaßnahmen, nicht erreichen konnten. Ihnen fällt das Lernen so schwer, dass sie ein sonderpädagogisches Bildungsangebot brauchen.

Das SBBZ fördert seine Schüler in all den Bereichen, die Voraussetzung sind, um sich zu stabilen Persönlichkeiten entwickeln zu können. In diesen Prozess zieht das SBBZ viele Partner ein, beispielsweise Kulturschaffende, Sporttrainer, Vereine, Künstler, aber auch ehrenamtlich tätige Mitbürger in das Schulleben mit ein.