Innenstadt / Jungbusch

Innenstadt Neues Sickinger-Kinderhaus offiziell eingeweiht / Oberbürgermeister dankt allen Beteiligten

Wanderschaft nach sechs Jahren zu Ende

Sie sind wieder zu Hause: Sechs Jahre waren die Kinder des Kinderhauses Sickinger während der Abriss- und Neubauphase auf T 4/T 5 im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Spar- und Bauvereins in R 7 untergebracht. Im September 2018 zog die Einrichtung in die von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GBG errichteten neuen Räumlichkeiten ihres angestammte Quadrates T 4. Jetzt wurde im Beisein von Oberbürgermeister Peter Kurz das Kinderhaus eingeweiht.

„Das ist ein schöner Tag und ein wichtiges Ereignis. Wenn wir zurückschauen, sind es fast genau elf Jahre zwischen der Äußerung und dem absehbaren Abschluss ein Stück Stadtreparatur, nämlich, die historische Quadratestruktur wieder herzustellen“, sagte der OB in seiner Ansprache. Das neu gestaltete zentrale Innenstadtareal T 4/T 5 sei ein Gemeinschaftsprojekt mit vielen Beteiligten. Mit einem Kompliment bedachte Kurz die „Bauseite“ mit der GBG, den Bauunternehmen, dem Immobilienmanagement sowie allen beteiligten Mitarbeitern der Stadt. Ein Dankeschön hielt er für Brigitte Crawford, die Leiterin des Kinderhauses, ihr Team und die Eltern parat: „Insbesondere für die große Flexibilität und Bereitschaft, diese lange Zeit und das alles mitzumachen.“ Es sei gelungen, in all den Jahren keinen Verlust an Atmosphäre, dem Zutrauen der Eltern und der pädagogischen Qualität zu erleiden.

„Nach langem Warten und großer Vorfreude hat die Wanderschaft nun ein Ende und wir sind hier im neuen Kinderhaus auf T 4 angekommen“, freute sich Brigitte Crawford. „Die Kinder haben das ganz, ganz toll gemacht. Sie haben gleich das Haus erobert. Der Start hier ist uns gut gelungen.“ Crawford kündigte an, die pädagogischen Schwerpunkte darunter Sprachförderung und Inklusion weiterzuführen. Ein weiterer Schritt sei die Öffnung ins Quartier. „Wir haben bereits begonnen, mit dem ASB (Betreuten Wohnen) Kontakte herzustellen“, so die Leiterin des Kinderhauses. Der Einrichtung, die im Ganztagesbetrieb geführt wird, stehen nun 40 Kindergartenplätze zur Verfügung. Daneben gibt es neu auch zwei Krippengruppen für insgesamt 20 Kleinkinder. In dem hellen und lichtdurchfluteten Kinderhaus mit einer Nutzfläche von 760 Quadratmetern, das ganz auf die Bedürfnisse der Kids ausgerichtet ist, kümmern sich zwölf Erzieherinnen um deren Wohl.

Warten auf den Quartierplatz

Zwar ist das Außengelände, das mit dem sich noch in der Planungsphase befindenden Quartiersplatz verbunden werden soll, noch nicht fertig. Doch macht das Provisorium mit einen großen Sandkasten und schützenden Sonnensegel sowie zwei Planschbecken den Kindern schon sichtlich Spaß. „Es wird noch einige Zeit brauchen, bis das Außengelände seine endgültige Gestalt erhält und auch der Quartiersplatz in die Umsetzung gehen kann. Das wird im Sommer nächsten Jahres sein“, erklärte Karl-Heinz Frings, Geschäftsführer der GBG. Denn zuvor müsse auf T 5 der Hauptteil der Arbeiten erledigt sein. Der Platz werde dann viel Offenheit in den Quadraten, Luft und Bewegungsmöglichkeit schaffen, versprach er: „Er wird Bäume und Grün aufweisen.“

Etwa drei Millionen Euro nahm die GBG für die Realisierung des Kinderhaus-Neubaus in die Hand. „Die Maßnahme hatte ihre Komplexität, städtebauliche Aufgaben zu erfüllen, die Quadrate in ihrer Gestalt wieder herzustellen, aber kein einförmiges Quadrat zu schaffen“, betonte Frings. Drei Architekturbüros waren an der Neubebauung auf T 4 beteiligt. Den Zuschlag für das Kinderhaus hatte das Büro Ackermann und Raff (Tübingen/Stuttgart) erhalten. Außerdem entstanden auf T4 noch 73 Eigentumswohnungen.

Das schönste Lob kam indes von den Eltern. „Es gab keinen Moment, in dem sich die Kinder nicht in den Räumlichkeiten wohlgefühlt haben. Wir als Eltern können ruhigen Gewissens unserer täglichen Arbeit nachgehen, ohne uns Sorgen um sie machen zu müssen, sagten Marita Kaltenthaler und Aygün Mumcu unisono.