Innenstadt / Jungbusch

Mitte Quartiermanager hoffen, dass direkte Begegnungen bald wieder stattfinden / Pläne für gute Luft, mehr Bildung und weniger Verkehr

Zurück zum Austausch vor Ort

Archivartikel

Mannheim.Ein gutes Zusammenleben – das ist Ziel der Stadtteilarbeit und die Basis, um bei Projekten gemeinsam voranzukommen. 2020 blieb jedoch vom Geplanten vieles liegen. Nun aber hoffen die Quartiermanager, dass sie bald zu bewährten Begegnungsformaten und zum Austausch mit den Bewohnern zurückkehren können.

„Beteiligung und Miteinander funktionieren am besten im direkten Dialog“, betont Innenstadt-Quartiermanagerin Esther Baumgärtner: „Unsere Projekte leben vom Kontakt mit den Menschen.“ Die Pandemie habe die Aktiven vor neue Herausforderungen gestellt, zum Beispiel bei der Kommunikation. Bis sich alles wieder normalisiere, müsse man zwar noch Distanz wahren. Dennoch sei geplant, dann einiges nachzuholen – wie etwa die Feier zur 2020 abgeschlossen Umgestaltung des Lameygartens. Besonders spannend sei, zu erfahren, ob mit den Maßnahmen (Bebauungsplan, Filteranlagen) der Grillrauch am Marktplatz eingedämmt werden könne. Die Initiativgruppe erwarte da positive Effekte. Auch beim Verkehr und Parken hofft man auf Fortschritte. Andere Entwicklungen, wie die Umgestaltung des Swanseaplatzes, befänden sich noch im Planungsstadium, sagt die Quartiermanagerin. Dass das Museumsschiff am bisherigen Liegeplatz bleibe, eröffne Perspektiven am Neckarufer, so Baumgärtner. Das ergänze die bisherigen Ideen um Hans-Böckler-Platz und Cahn-Garnier-Ufer. Dazu werde man mit den Bewohnern im Gespräch bleiben.

Den Dialog mit den Bürgern wieder aufnehmen, das möchte man auch im Jungbusch: „Die Pandemie hat uns Chancen aufgezeigt und gelehrt, wie Sozialkontakte und Bildung auch mit digitalen Medien möglich sein können“, hebt Quartiermanager Michael Scheuermann hervor. Das Gemeinschaftszentrum hat deshalb das Projekt Busch 2.0 ins Leben gerufen, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, die neuen Medien zu erproben und Medienkompetenz aufzubauen. Als Erstes soll nun die Monitoringgruppe auf einer eigenen Internetseite ihr Tun aufzeigen und den Dialog mit der Bewohnerschaft weiter verbessern.

Im Frühjahr wird zudem der Spielplatz an der Beilstraße, der von Kindern, Bewohnern, Mitarbeitern der Stadt und mit einer Privatspende geplant wurde, seiner Bestimmung übergeben. Außerdem geht das Projekt „Nachtschicht“ weiter: „Zusammen mit der Monitoringgruppe, dem Nachtbürgermeister und der Stadt erweitern wir das Konzept, so dass wir für die warme Jahreszeit gut aufgestellt sind“, verspricht Scheuermann.

In der Neckarstadt stehen die Sanierung des Kaisergartens und der Ausbau des Bildungsprojekts Campus sowie die weitere Umgestaltung des Neumarkts auf dem Programm. Dazu möchte Quartiermanagerin Jennifer Yeboah Konflikte im öffentlichen Raum angehen und den Ausbau der aufsuchenden Arbeit vorantreiben. Sobald es die Pandemiesituation erlaubt, soll ein Quartierforum stattfinden. „Besonders freuen wir uns darüber, dass die Stelle der Integrationslotsin mit Dessislava Dimitrova neu besetzt werden konnte und wir gemeinsam mit den bulgarischstämmigen Bewohner*innen auch zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen beitragen können.“