Jungadler

Eishockey Verständnis für Saison-Unterbrechung

Jungadler froh über das Training

Archivartikel

Mannheim.Der Eishockey-Spielbetrieb ruht in der U 20 DNL Division I und in der Frauen-Bundesliga. Am 5./6. Dezember soll es weitergehen. „Das ist schade und hart, aber dass man angesichts der steigenden Infektionszahlen etwas tut, ist nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar finde ich allerdings, dass man nicht schon im Sommer viel stärker dahin geschaut hat, wo man sich nicht an die Regeln hält“, kritisiert Jungadler-Vorstand Claudio Preto. Die U 20 DNL Division I wurde in den Leistungssport eingeordnet, weshalb die Jungadler den normalen Trainingsbetrieb aufrecht erhalten dürfen. Der Spielbetrieb in der Liga wird aber bis zum 30. November ausgesetzt, auch weil jedes Bundesland und jede Stadt teilweise eigene Verordnungen hat.

Preto freut sich, dass seine Mannschaft zumindest trainieren kann. „Gerade für unsere im Internat wohnenden Spieler ist das sehr wichtig“, denkt er nur ungern daran zurück, dass sich die Jungadler selbst schon in Corona-Quarantäne begeben mussten, was für die Internatsschüler letztlich bedeutete, während der Dauer der Quarantäne im eigenen Zimmer zu bleiben.

Dass der DEB am Montag auch die Entscheidung verkündet hat, den Abstieg in dieser Saison in den Nachwuchsligen auszusetzen, empfindet Preto als richtig. „Das hatte ich ja vor der Saison schon gefordert. In dieser Spielzeit geht es nicht um Meisterschaft und Abstieg, sondern darum, möglichst viele Spiele auszutragen. Wir haben Spieler, die nächste Saison in den Profibereich wechseln sollen. Diese Jungs brauchen Spielpraxis.“

Mad Dogs sehen Terminprobleme

Randall Karsten als Damen-Cheftrainer der Mad Dogs hat hingegen ganz andere Sorgen. „Wo will man da mit all den Nachholspielen hin? Das wird sehr, sehr eng. Nur wenn die WM im April in Kanada abgesagt wird, hätten wir da wirklich Luft“, sagt er und sieht nicht nur auf sein Team terminliche Probleme zukommen, schließlich stehen Eiszeiten nicht unbegrenzt zur Verfügung. Der Eishockey-Weltverband IIHF hat im weiblichen Nachwuchsbereich bereits alle WM-Turniere 2021 abgesagt, die Damenturniere inklusive der A-WM in Kanada stehen derzeit aber noch.

Die Unterbrechung des Spielbetriebs trifft die Bundesligadamen der Mad Dogs hart – und das nicht nur, weil gerade vor dieser Saison akribisch daran gearbeitet wurde, den Kader zu verstärken, um im Kampf um die Play-off-Plätze ein gehöriges Wort mitzureden. „Wir haben gerade erst die Rechnungen an unsere Sponsoren verschickt und jetzt gibt es bis Ende November keinen Spielbetrieb mehr“, berichtet Mad-Dogs-Teammanager Dirk Clauberg.

Dass der Spielbetrieb bis zum 30. November ruht, während an diesem Wochenende die Oberligen Nord und Süd als die höchsten Herrenspielklassen unter dem Dach des DEB in die neue Saison starten, verwundert Clauberg. „Im Falle des ECDC Memmingen bedeutet dies zum Beispiel, dass die Drittligaherren des Clubs in der Oberliga Süd ohne Zuschauer spielen dürfen, während die Memminger Bundesligadamen als amtierender deutscher Meister nicht spielen dürfen.“ 

Zum Thema